Schutz vor Bahnlärm ist für Wörther See-Region eine Zukunftsfrage

Festakt und Spatenstich in Krumpendorf - Gesamtinvestition in Lärmschutzmaßnahmen bis 2004: 10,6 Mio. Euro - Staatssekretärin Rossmann, Landesräte Dörfler und Wurmitzer würdigen Gemeinschaftswerk im Interesse der Bürger und des Tourismus

Klagenfurt (LPD) - Der Schutz vor Bahnlärm entlang der gesamten Wörther See Bahnstrecke zwischen Klagenfurt und Villach wird Realität. Wie Tourismusstaatsekretärin Mares Rossmann heute anläßlich eines Festaktes mit Spatenstich in Krumpendorf sagte, gehe damit "eine unendliche Geschichte zu Ende". Sie dankte der Bürgerinitiative, die gegen Bahnlärm kämpft und stellte fest, dass es dieser Landesregierung unter Landeshauptmann Jörg Haider gelungen sei, das Werk zu vollenden. In die Lärmschutz-Maßnahmen, beginnend ab Krumpendorf, dann weiter in den Gemeinden Pörtschach, Techelsberg und Velden, werden bis 2004 rund 10,6 Millionen Euro investiert. Rossmann betonte, dass die zukünftige Entwicklung der gesamten Ferienregion Wörther See vom Lärmschutz bzw. von Lärmentlastung abhänge. Auch die Frequenz an Zügen sollte nicht erhöht werden, hoffte die Staatssekretärin, dass es künftig eine relativ "ruhige Trasse" werden möge.

Kärntens Verkehrsreferent Landesrat Gerhard Dörfler unterstrich ebenfalls die Bedeutung des Lärmschutzes für die Zukunft des Wörter Sees, für Tourismus und Bevölkerung. Er zeigte sich erfreut darüber, dass es binnen seines ersten Politjahres gelungen sei, dieses vorrangige Problem gemeinsam zu lösen. Er dankte der Tourismusstaatssekretärin Rossmann und Gemeindereferenten Landesrat Georg Wurmitzer für dessen Mitfinanzierung. Die Bevölkerung habe bislang viel Geduld bewiesen, sagte Dörfler. Der Verkehrsreferent wies auch auf die geplante "Neubaustrecke" der HL-AG zwischen Klagenfurt und Villach hin, die einen Quantensprung bezüglich ihrer Umweltqualität darstellen müsse.

"Ohne Gemeinden geht es nicht", unterstrich Landesrat Wurmitzer, der auf die 25prozentige Kostenbeteiligung durch die Kommunen neben ÖBB, Bund und Land hinwies. Nun würden die vier Gemeinden am See -Klagenfurt hat den Bau der Lärmschutzwände bereits umgesetzt - eine Gemeinschaftswerk im Interesse ihrer Bevölkerung vollbringen. Auch Wurmitzer meinte, dass die neue Ausbaustrecke der HL-AG zwischen Klagenfurt und Villach rasch fixiert und die Bevölkerung bestmöglich schützend umgesetzt werden sollte. Bundesbahn-Generaldirektor Rüdiger vorm Walde dankte allen Mitwirkenden für ihr Lärmschutz-Engagement zugunsten der Wörther See Region, die in den ÖBB einen starken Verbündeten habe. Ohne gemeinsame Finanzierung wäre das große Investitionsvorhaben nicht zu schaffen gewesen. Er sagte in diesem Zusammenhang, dass nur ein Kilometer Lärmschutzwand die stolze Summe von rund 500.000 Euro kosten würde.

Das Investitionsvolumen für den Bereich Krumpendorf allein beträgt rund 3 Mio. Euro. Im Rahmen des Spatenstichs wurde auch der Ausbauvertrag für die Gemeinde Pörtschach unterzeichnet. Die übrigen Projekte sind zur Zeit in Ausarbeitung. Voraussichtlich mit Ende 2003 werden die gesamten Baumaßnahmen abgeschlossen sein. (Schluss)

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