VP-Gerstl: Wien braucht neue Wasser-Ethik

Umdenken bei der Nutzung der Ressource Wasser notwendig - SP-Populismus ist aber der falsche Weg

Wien, 22.03.2002 - "Wir brauchen eine neue Wasser-Ethik, die einen nachhaltigen Umgang mit Wasser und der Gesamtressource Natur sicherstellt. Nur 3 Prozent des Trinkwassers Wien wird genutzt. Der Rest fließt in die Donau. Wenn die SP-Wien so tut, als ob es in Wien zu einem Wassernotstand kommt, ist das falscher Populismus", so Gemeinderat Mag. Wolfgang Gerstl in der heutigen Aktuellen Stunde zum Thema Wasser. 40 Prozent der weltweiten Trinkwasserreserven gehen durch lecke Leitungen auf dem Weg zum Verbraucher verloren -in Wien sei es zwar weniger, aber dennoch zu viel, so Gerstl. ****

"Auch durch die Verwirklichung des Grüngürtels um Wien kann dem Wasserhaushalt in unserer Region helfen", so Gerstl weiter. Als stadtplanerische Zielsetzung existiert der Grüngürtel seit rund 20 Jahren, 1995 wurde er im Gemeinderat beschlossen.

Ein Umdenken bei der Nutzung dieser wichtigsten natürlichen Ressource sei absolut notwendig: Der Wasserbedarf nimmt weltweit doppelt so rasch zu wie die Weltbevölkerung. "Aufgrund der Wasserknappheit in weiten Teilen der Welt muss es daher zu einem Umdenken im Bereich des Wassers kommen. Einziger Ansatz dafür kann sein, nach dem Verbraucherprinzip vorzugehen und tatsächliche Preise zu verrechnen. Ein Kostendeckungsgrad von 128 Prozent wie er derzeit in Wien erreicht wird, ist aber nur dann zu rechtfertigen, wenn die Gewinne nicht entnommen und zweckgebunden verwendet werden. 365.000 m3 Trinkwasser für die Rauchgasanlage der Müllverbrennungsanlage Flötzersteig und 85.000 m3 Trinkwasser für 25 Sportanlagen in Wien können ganz einfach dadurch eingespart werden, dass dafür Brauchwasser verwendet wird", so Gerstls abschließende Forderung. (Schluss)

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