AVISO: Gedenkkundgebung zum NATO-Krieg gegen Jugoslawien

Baier (KPÖ): Der NATO-Krieg war völkerrechtswidrig, es ging nicht um die Verteidigung von Menschenrechten

Wien (OTS) - Am 24. März findet am Stephansplatz in Wien ab 18 Uhr eine Gedenkkundgebung zum NATO-Krieg gegen Jugoslawien statt. Organisiert wird die Kundgebung von der JÖSB, der Jugoslawisch Österreichischen Solidaritätsbewegung.

Am 24. März 1999 hatte die NATO mit den Bombardements auf Serbien und den Kosovo begonnen. KPÖ-Vorsitzender Walter Baier, der damals nach Belgrad gereist ist, um sich vor Ort ein Bild über die Verwüstungen der Borbadements zu machen, ist heute mehr denn je von der Richtigkeit der Anti-Kriegsposition der KPÖ überzeugt: "Die NATO hat 1999, unterstützt von den sozialdemokratischen Regierungen Blair und Schröder, 78 lange Tage und Nächte einen unerklärten, völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Bevölkerung in Serbien und im Kosovo geführt, der mehreren tausend ZivilistInnen das Leben kostete und eine in ihrer Folge auch heute noch nicht abschätzbare ökologische Zerstörung verursachte. Heute wie damals ist ganz offensichtlich, dass es nicht um die Verteidigung von Menschenrechten ging, sondern um die Errichtung eines ökonomischen und politischen Protektoriats über Jugoslawien."

Mehr als ein Drittel des lndustriepotentials, 100 Brücken, unzählige soziale, medizinische, Verkehrs-, Informations- und Bildungseinrichtungen wurden vernichtet. In Kosovo-Metochien wurden seit 1999, seitdem der Krieg beendet und die UCK angeblich entwaffnet wurde, 50.000 Häuser dem Erdboden gleich gemacht. Mehr als 300.000 Serben und Nicht-Albaner wurden - trotz bzw. als Folge der NATO-Politik - aus ihrer Heimat vertrieben. Seit dem Einmarsch der KFOR in den Kosovo (1999) wurden 4.000 Serben und andere Bürger nicht-albanischer Nationalität entführt, über 1.000 Menschen wurden ermordet, von 1.300 Serben fehlt jede Spur, sie werden vermisst. Baier: "Die Zahlen zeigen: Die Spirale des Haß und der Gewalt dreht sich weiter - nur interessiert dies heute die europäischen Medien nicht mehr."

Geschätzt wird, dass die Kosten des Krieges in Jugoslawien sich auf 350 Milliarden Dollar belaufen. Von Reparationszahlungen der NATO ist nach wie vor keine Rede, stattdessen wird Serbiens Industrie zu Billigpreisen an ausländische Konzerne verkauft.

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