ÖAMTC: Preiserhöhung der Wiener Linien ist falsches Signal

Attraktivität und Flexibilität der Öffis muss gesteigert werden

Wien (ÖAMTC-Presse) - Eine Preiserhöhung für die öffentlichen Verkehrsmittel in Wien, wie sie derzeit von den Wiener Linien geplant ist, ist nach Meinung des ÖAMTC ein falsches Signal. Wesentlich dringender wäre eine rasche Steigerung der Attraktivität des Öffentlichen Verkehrs, um vor allem Pendler zum Umsteigen zu bewegen und dadurch die Verkehrsproblematik in und um Wien besser in den Griff zu bekommen. In Kürze wird durch Generalsanierungsarbeiten auf der Südautobahn vor den Toren Wiens und durch Baustellen in Wien selbst eine erhebliche Verschärfung der Verkehrssituation erwartet, wo attraktive Angebote für Autofahrer zum Umsteigen auf den Öffentlichen Verkehr Not täten.

Bekanntlich ist geplant, mit 1. Juni den Preis für den Einzelfahrschein um 15,4 Prozent auf 1,5 Euro zu erhöhen. Die Verteuerung für Wochen-, Monats- und Jahreskarten liegen zwischen 8,2 und 11,6 Prozent. Pikant ist auch, dass der Besitzer der Jahreskarte nach den neuen Tarifen beinahe um ein Monat mehr bezahlen muss. Gleichzeitig hat man aber verabsäumt, dem Kunden flexiblere Angebote zur Verfügung zu stellen, so gilt die Wochenkarte auch weiterhin nur von Sonntag bis Sonntag und nimmt z.B. auf eine Fünf-Tage-Woche nicht Rücksicht.

"Preiserhöhungen bei den Wiener Linien sind sicherlich keine geeignete Maßnahme um zum Umstieg auf Öffis zu motivieren, was fehlt ist eine wesentliche Qualitätssteigerung im Gesamtverbund", so ÖAMTC-Experte Roman Michalek. Beim Club könnte man sich als Ausgleich zur Preiserhöhung kostengünstigere Kombiangebote für Pendler der gesamten Verkehrsverbund Ostregion, z.B. in Verbindung mit Park&Ride-Anlagen, vorstellen. Die Wiener Linien sollten ihr Bestreben danach richten, eine bessere Verknüpfung von Individualverkehr und Öffentlichen Verkehr zu erreichen.

"Anreiz zur Benützung öffentlicher Verkehrsmittel wären nach Ansicht des Clubs aber auch eine kundenorientiertere Gestaltung der Zeitkarten, nur eine Ausdehnung der Jahreskarte für die Night-Line ist hier zuwenig", so Michalek abschließend.

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ÖAMTC-Pressestelle/Hannes Kerschl

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