Freigaßner gegen Wiederzulassung von Fleisch- und Knochenmehlen in der Tierfütterung

EU-Kommissar Fischler soll endlich seine Verantwortung

Wien, 2002-03-22 (fpd) - wahrnehmen!

Die freiheitliche Abgeordnete Freigaßner
sprach sich heute vehement gegen die Wiederzulassung von Fleisch- und Knochenmehlen in der Tierfütterung aus. Die damit einhergehende Lockerung des EU-weiten Tiermehlverbots zeuge von einer mittelalterlichen gesundheitspolitischen Geisteshaltung, meinte die FPÖ-Mandatarin. ***

"Obwohl auf europäischer Ebene fortlaufend über Nahrungssicherheit und Qualität gepredigt wird, stehen offensichtlich die Finanzen im Mittelpunkt der Interessen. Die Entsorgung von tierischen Nebenprodukten - rund 16 Millionen Tonnen fallen in der EU jährlich an - kostet rund drei Milliarden Euro. Das Kostenargument verführt trotz vergangener BSE-Krise wieder zu voreiligen Nachlässigkeiten und Lippenbekenntnissen", erläuterte Freigaßner.

"Durch Risikoabschätzungen versucht man nun die nachhaltige Lebensmittelpolitik auf den kleinsten gemeinsamen Nenner zu bringen, anstelle adäquate und effiziente Sicherheits-kontrollen weiter voranzutreiben. Durch die angedachte Kategorisierung von Tierabfällen - in Eignung für den menschlichen Genuß oder doch zu bedenklich -soll deren Weiterverarbeitung zu Tiermehl legitimiert werden. Das geht am Thema Lebensmittel-sicherheit grundlegend vorbei. Der erhebliche Mehraufwand an Kontrollen auf Grund der Gefahr mißbräuchlicher Verwendung von Risikomaterial, lassen die geistige Geburt des nächsten wirtschaftlichen Agrardilemmas schon vorhersehen. Im Hinblick auf die Globalisierung der Agrarmärkte und der EU-Erweiterung müssen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit die Qualitäts- und Sicherheitskomponenten im Vordergrund stehen. Letztendlich ist nicht nur der Bauer als Produzent und Exporteur, sondern der gesamte Agrarmarkt als solcher von der breiten Akzeptanz und dem Vertrauen der Konsumenten abhängig", resümierte Freigaßner.

Anstelle die Frustrationstoleranzgrenze der Konsumenten noch weiter zu strapazieren, wäre EU-Kommissar Fischler dazu angehalten sich endlich verantwortlich zu einem tiermehlfreien europäischen Binnenmarkt zu bekennen. Tausende Tonnen an Tiermehlbeständen aus der Zeit vor dem Tiermehlverbot müßten einer kontrollierten Entsorgung zugeführt werden, forderte die freiheitliche Abgeordnete abschließend. (Schluß)

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