Grüne/Maresch: Katzenjammer im Wienerwald

Wien ist anders - Wien blieb bisher untätig

Wien (Grüne) - "Häupl hat im Verein mit Pröll groß angekündigt den Wienerwald unter Schutz zu stellen. Geschehen ist bisher nichts. Das Projekt Biosphärenpark Wienerwald existiert nicht einmal auf dem Papier", antwortet der Grüne Umweltsprecher Rüdiger Maresch anläßlich der heutigen aktuellen Stunde im Wiener Gemeinderat zum Thema Ausverkauf von Wald und Wasser.

Die Grünen fordern den bestmöglichen Schutz für den Wienerwald. Weiters besteht die Forderung, dass die Stadt Wien ein Vorkaufsrecht auf die Flächen des ÖBF im Stadtgebiet (1000ha) erwirbt oder einen Flächentausch mit Flächen in NÖ oder der Steiermark durchführt, die SPÖ ist laut Maresch dagegen.

Bereits 1987 wurde die Wienerwalddeklaration von den Landeshauptleuten von Wien, NÖ und Burgenland unterzeichnet. Von den 50 Forderungen zu Verkehr, Naturschutz und Raumordnung sind, so der Grüne Umweltsprecher, "nur Lippenbekenntnisse geblieben".

  • Für den Naturschutz und die Renaturierung der Fluss- und Bachläufe gibt es auf Jahre kein Budget.
  • Es gibt weder den Wienerwaldbus noch ein Radwegenetz für den Wienerwald und
  • statt der Förderung des Öffentlichen Verkehrs sind saftige Tariferhöhungen herausgekommen.

Fest steht, dass Blau-schwarz die Österreichischen Bundesforste (ÖBF AG) gezwungen haben Teile der Wälder zu verkaufen um das Nulldefizit zu erreichen.
"Das passiert auch im Wienerwald, zunächst im NÖ-Teil. Damit ist der Wald in Gefahr für die Zersiedelung geöffnet zu werden. Auch SPÖ dominierte Städte wie zum Beispiel die Stadtgemeinde Purkersdorf versuchen an dieser möglichen Umwidmung mitzunaschen um satte Widmungsgewinne einzustreichen", so Maresch.

"Jetzt sollen wieder die 1000-Jahrefeiern alles überdecken und nach den Feiern kommt wieder der Katzenjammer," schließt der Grüne Umweltsprecher.

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