Gehaltskonflikt in der Holzindustrie spitzt sich zu

Zweite Verhandlungsrunde ohne Ergebnis, kein weiterer Verhandlungstermin

Wien (GPA/ÖGB). Ohne Ergebnis ging die zweite Gehaltsrunde für die Angestellten der Holzindustrie zu Ende. Während die ArbeitnehmervertreterInnen eine reale Erhöhung der Ist-Gehälter verlangen, legten die ArbeitgeberInnen zuletzt ein Angebot weit unter der Inflationsrate.++++

Die Verhandlungsrunde gestaltete sich äußerst schwierig, zumal die Arbeitgeber zu Beginn der Verhandlungen Gespräche über arbeitsrechtliche Verbesserungen überhaupt verweigerten. Die Arbeitgeberseite will nach wie vor die hohe Inflationsrate des Jahres 2001 nicht als Verhandlungsgrundlage anerkennen. Nachdem keine Einigung erzielt werden konnte, wurden die Verhandlungen zur Berichterstattung an alle Betriebsräte ohne weitere Terminvereinbarung abgebrochen.

Seit gestern finden in Schwerpunktbetrieben Informationsversammlungen für die betroffenen Angestellten statt. "Für die Woche nach Ostern werden weitere Aktionen geplant", so der zuständige Wirtschaftsbereichssekretär Manfred Wolf. "Kollektivvertragsabschlüsse unter der Inflationsrate und ohne arbeitsrechtliche Verbesserungen sind für die gesamte GPA völlig unakzeptabel", stellt Karl Proyer, Leiter des Geschäftsbereiches Interessenvertretung klar.

Die Arbeitnehmervertreter sind bereit, weitere Gespräche für einen akzeptablen Gehaltsabschluss zu führen.

ÖGB, 22. März 2002
Nr. 249

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