Flüchtlingssituation weiter verschärft: Ohne Dach über dem Kopf, nichts zu essen, keine medizinische Hilfe.

Flüchtlingsorganisationen starten Aufruf zu Existenzsicherung für Flüchtlinge. Appellanschlag an Toren des Innenministeriums.

Wien (OTS) - "Ohne Dach über dem Kopf, nichts zu essen, keine medizinische Hilfe", so hat sich in den letzten Monaten die Situation für Flüchtlinge in Österreich verschärft. So kann es nicht weiter gehen. Um auf eine Änderung dieser katastrophalen Zustände zu drängen, schlugen heute Vormittag Mitarbeiter von Flüchtlingsorganisationen einen Appell "Existenzsicherung für Flüchtlinge JETZT" an die Tore des Innenministers.

"Jede Nacht stehen in Österreich Flüchtlinge und Asylwerber
auf der Straße. Die Hilfsorganisationen sind nicht mehr in
der Lage, sie unterzubringen und zu versorgen. Der Bundesminister für Inneres ist aufgefordert, seine gesetzliche Pflicht zu tun und diesen Menschen ein Dach über dem Kopf, etwas zu essen und medizinische Hilfe zu gewährleisten. Die Aufnahme in die Bundesbetreuung darf nicht weiter willkürlich erfolgen. Eine menschenwürdige Versorgung muss für ALLE Flüchtlinge garantiert werden."

"Es geht um ein warmes Bett, um eine Mahlzeit, und Gesundheitsversorgung für diese Menschen - und zwar sofort", appelliert die Initiative "Existenzsicherung für Flüchtlinge
" an den Innenminister. Unterstützt wird dieser Aufruf bereits von Persönlichkeiten, wie der Künstlerin Timna Brauer, dem Schriftsteller Josef Haslinger, dem Wein-Unternehmer Heinz Kammerer, dem Sozialwissenschafter Christoph Badelt, sowie der Musikgruppe Sofa Surfers. "Jeder Tag an dem nichts geschieht bedeutet für viele Flüchtlinge weiter Obdachlosigkeit und medizinische Unterversorgung" beschreiben die Asylkoordination, das Integrationshaus, die Katholische Aktion und SOS Mitmensch den Ernst der Lage.

Die Initiative Existenzsicherung für Flüchtlinge ruft auf,
den Appell zu unterstützen. Er kann unter 01/ 524 99 00 angefordert oder im Internet unter http://www.asyl.at/existenzsicherung.html unterstützt werden.

Einen EU-Vergleich, Fallbeispiele sowie Fotos von Flüchtlingen und der Aktion finden Sie unter http://www.asyl.at/existenz/presse.html

Rückfragen & Kontakt:

Philipp Sonderegger, SOS Mitmensch
Tel: +43-1-5249900
Tel: +43-699-17677787

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