Morak: Österreich bekennt sich zur EU-weiten Erhöhung der EZA-Mittel

Staatssekretär Morak auf der UN-Konferenz in Monterrey

Wien/Monterrey (OTS) - "Österreich begrüßt die in Barcelona beschlossene Einigung zur Erhöhung der Mittel für Entwicklungszusammenarbeit der EU" so Staatssekretär Franz Morak in seiner Rede im Rahmen der UN-Konferenz für Entwicklungsfinanzierung in Monterrey gestern Abend (Ortszeit). Morak legte die österreichischen Positionen zu den zukünftigen Perspektiven der Entwicklungszusammenarbeit dar und bekräftigte, dass die Erhöhung der EU-Mittel auch für Österreich wirksam werde.

In seiner Rede führte Morak aus, dass der EU-Beschluss vorsieht, bis 2006 den Durchschnitt der EZA-Mittel auf 0,39 Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE) zu erhöhen, wobei jedes Mitgliedsland zumindest 0,33 Prozent zu erbringen haben wird. Dies sei ein "wichtiger und konkreter Schritt zur mittelfristigen Erreichung des internationalen 0,7-Prozent Ziels", betonte Morak.

"Um die soziale und wirtschaftliche Situation in Entwicklungsländern zu verbessern, genügt es aber nicht, die externen Finanzmittel zu erhöhen", so der Staatssekretär in seiner Rede weiter. Vielmehr müssten dazu die wirtschaftlichen, institutionellen und gesellschaftlichen Kapazitäten in Entwicklungsländern gestärkt werden. Deshalb fördere die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit in ihren Partnerländern Bildungsmaßnahmen, den Aufbau demokratischer Strukturen und funktionsfähiger Verwaltungen, Programme für Konfliktprävention und die grundlegende Gesundheitsversorgung. "Wir wollen die Entwicklungsländer dabei unterstützen, ihre politischen, wirtschaftlichen und sozialen Strukturen selbst aufzubauen und zu verbessern", so Morak. Die Regierungen der Entwicklungsländer sieht Morak vor allem dabei gefordert, durch Zusammenarbeit mit dem privaten Sektor und der Zivilgesellschaft stabile Bedingungen für Investitionen und Wirtschaftswachstum zu schaffen und der Bevölkerung die Möglichkeit zur Beteiligung zu geben. Dies seien wesentliche Voraussetzungen zum effizienten und wirkungsvollen Einsatz von EZA-Mitteln.

Morak betonte, dass sich "die gesamte Staatengemeinschaft in Zukunft stärker im Aufbau von Produktivkapazitäten in Entwicklungsländern engagieren" müsse. Es sei zwar notwendig, dass die Entwicklungsländer besseren und leichteren Zugang zu den Märkten der Industrieländer erhalten, aber "bevor diese Handelschancen überhaupt genutzt werden können, müssen die Partnerländer erst in die Lage versetzt werden, exportfähige Güter zu produzieren". Hier seien rasch konkrete Aktivitäten notwendig.

Mit der internationalen Konferenz für Entwicklungsfinanzierung in Monterrey sei der "Weg für eine weltweite gerechte und nachhaltige Entwicklung vorgezeichnet worden", so Morak abschließend.

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