Textilindustrie: + 2,2 Prozent ab April

Nach Protesten erhöhten Arbeitgeber ihr Angebot

Wien (GMT, GPA/ÖGB) Die Lohn- und Gehaltsverhandlungen für die rund 17.000 Beschäftigten in der Textilindustrie wurden am Donnerstag, 21. März, abgeschlossen.++++

Dem gestrigen Abschluss war eine Unterbrechung der Verhandlungen vorangegangen, nachdem die verhandelnden Gewerkschaften, Gewerkschaft Metall - Textil (GMT) und Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA), das von den Arbeitgebervertretern vorgelegte Angebot über KV- und Ist-Lohnerhöhungen als unzureichend abgelehnt hatten. Erst aufgrund der vielen Unmutsäußerungen in den Betrieben seit der ersten Verhandlungsrunde am 12. März waren die Arbeitgebervertreter bereit, ihr damaliges Angebot aufzubessern.

Der Abschluss im Detail:
Erhöhung der Ist-Löhne um 2,2 Prozent
Erhöhung der kollektivvertraglichen Mindestlöhne um 2,6 Prozent Erhöhung der Lehrlingsentschädigungen um 2,2 Prozent Gleichstellung der ArbeiterInnen mit den Angestellten in der Überstunden-Entlohnung bei Rückholung in den Betrieb Weiterführung der Gespräche zur Reform der Lohngruppeneinteilungen Der Kollektivvertrag tritt am 1.4.2002 in Kraft.

Die Lohn- und Gehaltsverhandlungen wurden heuer erstmals gemeinsam von GPA und GMT geführt. Aus Sicht der Gewerkschaften entspricht dieser Abschluss der derzeitigen wirtschaftlichen Situation der Branche.

ÖGB, 22. März 2002
Nr. 247

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