Geschichtsverein und Landesschulrat initiieren Wettbewerb "100 Jahre Tourismus in Kärnten"

Landeshauptmann Jörg Haider überreichte Preis an Wissenschafterin Notburg Schütz - Geschichtsverein im steten Aufschwung - Frankl: Auch Kärnten hat spätantiken Heiligen: Nonnosus aus Molzbichl

Klagenfurt (LPD) - Bei der Jahreshauptversammlung des Geschichtsvereins für Kärnten im Landesarchiv in Klagenfurt am Donnerstag abend wurde Frau Mag. Notburg Schütz der 1998 gestiftete und alljährlich zu vergebende "Preis des Geschichtsvereins und des Landeshauptmanns" für ihre ausgezeichnet beurteilte Diplomarbeit über "Die Küchen- und sicherheitstechnischen Geräte aus Eisen aus der Stadt auf dem Magdalensberg" zuerkannt. Landeshauptmann Jörg Haider und die Direktorin des Geschichtsvereins Dr. Claudia Fräss-Ehrfeld überreichten der Geehrten den Scheck in Höhe von 3000 Euro. Der Landeshauptmann gratulierte zu dieser besonderen wissenschaftlichen Leistung und dankte namens den Landes. Wie Laudator Univ. Prof. Dr. Gernot Piccottini hervorhob, sei nachgewiesen, dass es bereits Essbestecke am keltisch-römisch besiedelten Magdalensberg gab bzw. verwendet wurden und dass das Schlosser- und Schmiedehandwerk zu dieser Zeit auch überaus hoch entwickelt war.

Aufgrund besonderer Verdienste um die historische Landeskunde Kärntens wurde Mirko Hofer und Joachim Eichert die Ehrenmedaille verliehen. Auch ihnen gratulierte der Landeshauptmann herzlich.
Wie Direktorin Claudia Fräss-Ehrfeld bei der Generalversammlung bekanntgab, veranstaltet der Geschichtsverein zusammen mit dem Landesschulrat ein Pilotprojet zum Thema Tourismus. Kärntens Schüler aller Höheren Schulen sind als Vordenker und Ideenlieferanten eingeladen, sich mit der ganzen Bandbreite des Tourismus und seiner Weiterentwicklung zu befassen und sich mit Beiträgen aller Art bzw. fächerübergreifenden Projekten einem Wettbewerb zu stellen. Die besten Ideen und Vorschläge werden von einer Jury gekürt und im Rahmen eines Symposions unter dem Motto "Weiße Berge, blaue Seen & eine Rose: 100 Jahre Tourismus in Kärnten" (27. Juni d. J.) prämiert und auch in Form einer Publikation öffentlich präsentiert.

Der zurzeit 2.321 Mitglieder zählende Geschichtsverein (mit Sekretär Univ. Prof. Dr. Gernot Piccottini und Schriftleiter Univ. Doz. Dr. Alfred Ogris) ist unter seinem Motto "Alles für Kärnten" überaus aktiv und präsentiert sich auf seinen Bildungsreisen auch im Ausland, wie etwa in Czernowitz, Friaul, Gottschee oder in Böhmen und Mähren. Besonders hervorzuheben: alljährlich erscheint die Carinthia I - Zeitschrift für geschichtliche Landeskunde von Kärnten. Diese ist die älteste wissenschaftliche Zeitschrift von Österreich und mit ihrer Tradition (seit 1811) überhaupt die drittälteste im deutschsprachigen Raum. Der 1844 gegründet Verein erfreut sich steigenden Interesses, wie Univ. Prof. Piccottini erwähnte.

Univ. Prof. Dr. Karl Heinz Frankl (Universität Wien) befaßte sich mit der Thematik "Nonnosus von Molzbichl (nahe Spittal/Drau) - ein spätantiker Heiliger?" Frankl bezog sich auf das neue Nonnosus-Buch von Karl Amon (Hrsg.), in dem diese Frage bejaht wird. Bemerkenswert ist auch, dass der Nonnosus-Kult den Weg von Molzbichl über Freising bis auf den Berg Soracte bei Rom gefunden hat. Unter den vielen Ehrengästen befanden sich auch Landesmuseumsdirektor Wilhelm Leitner und Landtagspräsident Jörg Freunschlag. (Schluss)

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