Schasching zum Vereinsgesetz: "Wozu das alles?"

Wien (SK) Das neue Vereinsgesetz sorgte fast ein Jahr lang für Spekulationen. Angesichts der nun vorliegenden Version könne man nur fragen: "Wozu das alles? Haben sie dafür ein neues Gesetz gebraucht?" Dies erklärte SPÖ-Abgeordnete Beate Schasching am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Im vergangenen Herbst hatten viele Organisationen, wie z.B. auch die ASKÖ, die Gelegenheit genutzt, ihre Bedenken gegen die Vorlage zu deponieren. "Die Erwartungen waren durchaus hoch, denn Minister Strasser hatte bis zuletzt durchblicken lassen, für Änderungsvorschläge offen zu sein. Viele Verbesserungsvorschläge wurden dem Innenminister vorgelegt - leider nur wenige in die überarbeitete Version aufgenommen", berichtete Schasching. ****

Schasching kritisierte am neuen Vereinsrecht, dass es in Zukunft anscheinend einer juristischen Ausbildung bedürfe, um das nunmehr dreimal so lange Gesetz lesen und verstehen zu können. Und die wirklich wichtige Haftungsfrage bleibt in weiten Teilen nach wie vor am Funktionär hängen. Nennenswerte Verbesserungen bringe das neue Gesetz nicht.

"Rat und Hilfe gibt´s wie immer von der ASKÖ - wir arbeiten gerade ein Schulungsprogramm und ein Handbuch zum neuen Gesetz aus - um unsere Ehrenamtlichen nicht im Regen stehen zu lassen", betonte Schasching.

"Den Sportlerinnen und Sportlern ist mit dem neuen Gesetz ganz sicher nicht gedient, ganz im Gegenteil, es ist zu befürchten, dass sich viele in Zukunft davon abschrecken lassen werden, sich überhaupt noch ehrenamtlich zu engagieren. Und das ist zum Schaden des österreichischen Sports", so die SPÖ-Abgeordnete abschließend. (Schluss) se/mp

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