Die Gemeinden als wichtiger Partner des Tourismus

WKÖ-Vizepräsident Krenn auf der ITB in Berlin

Berlin (PWK208) Österreich wird die Chancen, die sich durch das Jahr der Berge ergeben, auch durch internationale Initiativen wahrnehmen. "Der Ökotourismus, ein zweites Schwerpunktthema des Jahres 2002, wird eine große Herausforderung für die nachhaltige Entwicklung in Österreich", erklärte der Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich, Matthias Krenn, Montag Nachmittag vor der internationalen Presse auf der Tourismusbörse ITB in Berlin.

Dem hohen Anteil der Tourismus- und Freizeitwirtschaft am BIP (16,2 %) tragen, wie Bürgermeister Krenn sagte, in einem Tourismusland wie Österreich auch die Gemeinden Rechnung. Den Tourismusabgaben der Betriebe stehen Gemeindeaufwendungen für Tourismusorganisationen in doppelter Höhe gegenüber. Bei Gesamtinvestitionen der Gemeinden von 3,4 Milliarden Euro sind 2,4 Milliarden tourismusrelevant. Krenn erinnerte in diesem Zusammenhang an eine Vielzahl verschiedenster infrastruktureller Investitionen, welche nicht von der Tourismuswirtschaft direkt getragen werden. Dazu zählt der Ausbau der Wegenetze, von den Radwanderwegen bis zu den verschiedensten Themenwanderwegen, die Einführung eines elektrischen Meldewesens -dessen Pilotphase in Bad Kleinkirchheim und einigen weiteren Gemeinden bereits erfolgreich abgeschlossen ist - bis zur Funktion der Gemeinden als Beratungsstellen für kleine Beherbergungsbetriebe.

Ziel des "elektronischen Meldezettels" ist es, eine Chipkarte als Gästekarte einzuführen, die eine Zutrittsberechtigung zu den verschiedensten Leistungsträgern (Themen, Lifte, Museen, Freizeitparks etc) verschafft. Langfristig könnte diese auch die Funktion eines "elektronischen Geldbörsels" bis hin zur "Key Card" fürs Hotelzimmer übernehmen.

Weiters nannte Krenn die enormen Anstrengungen der Gemeinden für sauberes Wasser. Als bestes Beispiel kann Kärnten gelten, das seit den 70er Jahren enorme Summen für die Seenreinhaltung aufgewendet hat.

"Es spielt sich enorm viel ab im Tourismus. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Betriebe selbst im laufenden Jahr rund 1,8 Milliarden Euro investieren, um getätigte Investitionen abzusichern und neue Trends bzw. Bedürfnisse der Gäste anzusprechen", fasste der WKÖ-Vizepräsident vor deutschen und österreichischen Journalisten zusammen. (hp)

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