Petrovic: Keine Erhöhung des Pensionsantrittsalters der Frauen

Kluft zwischen Frauen- und Männereinkommen wächst immer noch

Wien (OTS) "Angesichts der immer weiter wachsenden Kluft zwischen Frauen- und Männereinkommen (gender gap), ist die Diskussion um eine höheres Pensionsantrittsalter der Frauen ein Schlag ins Gesicht der Frauen", kritisiert die stv. Klubobfrau der Grünen, Madeleine Petrovic. Österreich ist oftmals von EU gerügt worden, endlich effiziente Maßnahmen gegen das gender gap zu unternehmen, das in Österreich weiter wächst. Österreich ist einsames Schlußlicht in Europa, d.h. Österreich Frauen werden stärker diskriminiert als sonstwo in Europa. "Das Nichts-Tun der Regierung ist damit eine perfide Ausbeutung der Frauen und eine Diskussion um das Pensionsantrittsalter völlig verfehlt", so Petrovic.

Frauen sind zudem nicht nur, wenn sie Kinder haben, auf dem Arbeitsmarkt und daher auch bei den Pensionen diskriminiert! Weil Dienstgeber annehmen, daß sie Kinder kriegen werden (auch wenn sie das gar nicht wollen), werden sie oft erst gar nicht angestellt.

Heftige Kritik übt Petrovic auch an den Experten, die die Erhöhung des Pensionsantrittsalters von Frauen fordern. So habe Tomandl auf der "männerpolitischen Enquete" des Sozialministeriums am 11.10.2001 einen Vortrag mit dem Titel "Bemerkungen zur Stellung des Mannes im Arbeits- und Sozialrecht" gehalten und dabei u.a. gesagt, daß Männer in etwa bei Arbeitslosigkeit stark benachteiligt seien, weil Frauen sich ja in diesem Fall in den "gewohnten Haushaltsbereich" zurückziehen könnten, während Männer "ins Nichts fallen". Angesichts derartiger Aussagen darf die Unabhängigkeit und das wissenschaftliche Ethos dieses Experten stark bezweifelt werden, so Petrovic.

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