Kommt nicht in Frage - wir heben keine Ambulanzgebühr ein

Wien (ots) - Der Vorsitzende in der Bundessektion 9 in der GÖD, Johann Hable, spricht sich vehement gegen die Einhebung der Ambulanzgebühren durch das Spitalspersonal aus. "Kommt nicht in Frage", sagt Hable, "dass wir als Spitalspersonal mit dem Geld der Ambulanzpatienten hantieren. Wir lassen uns nicht zu Abkassierern einspannen. Unsere Aufgabe ist es, den hilfesuchenden Patienten zu betreuen und zu versorgen, Erste Hilfe zu leisten, bei unserer Arbeit steht nicht das Geld, sondern der Mensch, im Mittelpunkt."

Das Einheben der Ambulanzgebühr durch das Spitalspersonal würde die Notversorgung verlangsamen, Arbeitsabläufe zusätzlich erschweren und verbürokratisieren. Kostbare Zeit zu Gunsten der Behandlung geht verloren. Geld einheben geht zu Lasten des medizinischen Erfolgs.

Das Einheben der Ambulanzgebühr geht aber auch zu Lasten der Ambulanzgebührbefreiten. Es müsste nachgeprüft werden, ob nicht doch eine Gebührenbefreiung vorgelegen ist. (Rückforderung). Dieser Aufwand ist zu teuer. Was tun wir bei Unfällen, die vom Unfallsort ins Krankenhaus gebracht werden und kein Geld mithaben? Die Unzufriedenheit der Patienten würde bis zum Exzess gesteigert werden.

Im übrigen: Das Krankenhauspersonal ist schon über die Grenzen des noch zumutbaren belastet. Der physische und psychische Druck ist gigantisch. Was will man denn noch alles vom Krankenhauspersonal verlangen? Ein mehr geht nicht mehr.
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Johann Hable, Vorsitzender BS 9, GÖD
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