Hauptverband: Bures kritisiert Haupts "chaotische Ressortführung"

Wien (SK) Im Zusammenhang mit den gestern bekannt gewordenen Plänen zur Kassen-Sanierung übte SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures scharfe Kritik an der Ressortführung von Sozialminister Haupt: "In den letzten eineinhalb Jahren sind im Hauptverband nur die Köpfe gerollt. Jetzt steht der Minister vor dem Chaos, das er angerichtet hat." Haupt, Chef der Aufsichtsbehörde, müsse nun schon nahezu täglich Aussagen aus seinem Ressort entkräften und dementieren. Konkrete und brauchbare Vorschläge zur Sanierung der Krankenkassen und zur Sicherung des Gesundheitssystems ließen aber weitestgehend auf sich warten, so Bures am Samstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Gestern wurden Pläne von Hauptverbandsgeschäftsführer Kandlhofer zur Sanierung der Krankenkassen bekannt, die er später herunterspielte. "Man wird den Verdacht nicht los, dass Experten im Auftrag des Hauptverbandvorstands und mit Wissen des Ministers dieses Sanierungspaket erarbeitet haben", so Bures. Für die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin habe Kandlhofer mit seinen heutigen Äußerungen im "Kurier" jedenfalls indirekt bestätigt, dass diese Pläne existieren. Und auch deren Richtung sei eindeutig: nämlich "weiter unsoziale und sinnlose Belastungen für kranke Menschen".

Die SPÖ kann sich eine Zweckbindung der Tabaksteuer für das Gesundheitssystem in der Höhe von etwa 10 Cent der Tabaksteuer pro Zigaretten-Packung vorstellen. Bures spricht sich auch für Maßnahmen gegen den Anstieg bei den Medikamentenkosten aus. Die SPÖ hat bereits ein Modell vorgelegt, wie mit einer ökonomischen Verschreibepraxis deutliche Einsparungen erzielt werden können. (Schluss) hm

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