ORF-Landesstudio Niederösterreich: Ins Land einischaun "Eine Grenze verschwimmt - die March im Zentrum des neuen Europa"

Ein Film von Anita Lackenberger und Gerhard Mader

St. Pölten (OTS) - Jahrhundertelang führte entlang der March im Osten Niederösterreichs einer der wichtigsten Transportwege Europas -die Bernsteinstraße. Die Region war geprägt vom regen Handel auf beiden Seiten des Flusses - aber auch vom Güteraustausch über den Fluss. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts verbanden deshalb unzählige Brücken, Furten und Fähren die beiden Ufer der March.

Erst die politischen Wirren des 20. Jahrhunderts ließen eine Grenze entstehen. Die March wurde zum Symbol für die Trennung zwischen West und Ost, zwischen freier Wirtschaft in Österreich und Planwirtschaft in der Slowakei.

Und obwohl nach wie vor die Staatsgrenze - als EU-Aussengrenze -besteht, sind es gerade die Wirtschaftsunternehmen, die diese Grenze immer mehr verschwimmen lassen. Die heimische Zuckerindustrie zum Beispiel, im Osten Österreichs angesiedelt, ist längst auch in der benachbarten Slowakei tätig. Im Gegenzug zieht etwa ein internationaler Automobil-Konzern durch sein Fertigungswerk östlich der March Zulieferbetriebe auf der österreichischen Seite an.

Die Region entlang des Flusses könnte durch den bevorstehenden Beitritt der Slowakei zur EU zu einem wichtigen wirtschaftlichen Zentrum des neuen Europa werden, sind sich Experten einig. Die Tradition des jahrhundertelangen Handels und Gütertransportes entlang und vor allem auch über die March könnte als Vorbild dienen.

Die Dokumentation "Eine Grenze verschwimmt - die March im Zentrum des neuen Europa" beschäftigt sich mit der Geschichte der Grenzregion, beleuchtet aber auch die politischen und wirtschaftlichen Chancen, denen die Menschen und Betriebe entlang der March entgegen sehen.

Sendetermin: 13. April 2002, ORF 2, 17.05 Uhr
Redaktion: Christian Hillinger

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