WGKK-Bittner nimmt zu kolportierten Kassensanierungsplänen Stellung

Hanusch-Krankenhaus bleibt bei WGKK

Wien (OTS) - Neben bereits mehrfach kolportierten Plänen, die Kassen über Bilanztricks und Umschuldungsmodelle aus den roten Zahlen zu bringen, wurden gestern zwei neue 'Sanierungsideen' in die Diskussion gebracht: Durch die Verlagerung von Versicherungszuständigkeiten ('Wohnsitzmodell') soll die WGKK um zusätzliche 60,5 Mio Euro geschädigt werden und durch die Übergabe des Hanusch-Krankenhauses an die AUVA soll offensichtlich ein gut geführtes Top-Spital verunsichert und für parteipolitischen Postenschacher aquiriert werden. ****

Sinnlose Sabotage

Durch die Einführung eines sogenannten Wohnsitzmodells in der Sozialversicherung - Erwerbstätige sind nicht mehr bei der Krankenkasse des Dienstort-Bundeslandes Versichert, sondern bei der Kasse des Wohnsitz-Bundeslandes - würde die WGKK jährlich rund 60,5 Mio. Euro an Beitragseinnahmen verlieren. Dadurch würde sich der Abgang der Kasse fast Verdoppeln. Bekanntlich leben viele Menschen die in Wien arbeiten in Niederösterreich oder dem Burgenland. "Den tieferen Sinn einer solchen Regelung konnte bis heute niemand erklären. Was soll damit bezweckt werden? Dienstgeber müssten zukünftig den Wohnort ihrer MitarbeiterInnen recherchieren um zu wissen für welche Mitarbeiter an welche Gebietskrankenkasse Beiträge abzuführen sind. Ich kann mir nicht vorstellen, das irgend jemand eine solche Bürokratielawiene über die Wirtschaft rollen lassen will" sagte Bittner.

Hanusch-Krankenhaus und WGKK untrennbar verbunden

Die Idee das Hanusch-Krankenhaus von der WGKK in die Trägerschaft der AUVA zu verlagern bringt weder der WGKK noch der AUVA und schon gar nicht den PatientInnen einen Vorteil. "Die von der WGKK zu tragende Abgangsdeckung für das Hanusch-Krankenhaus beträgt lediglich 7 Mio. Euro und ist daher für die Erfolgsrechnung der Kasse weniger bedrohlich wie die kassenschädigenden Regierungsmaßnahmen. Außerdem scheint hier die Rechnung ohne den Wirt gemacht worden zu sein, da die AUVA das Spital gar nicht übernehmen will. Die Wirtschaft wird auch sicher nicht froh darüber sein, zusätzliches Geld der Arbeitgeber in den Betrieb einer allgemeinen Krankenanstalt mit Betriebspflicht und Öffentlichkeitsrecht zu stecken" betonte Bittner. "Der einzige Sinn den Politiker aus dieser Maßnahme ziehen könnten ist, ein weiteres Betätigungsfeld für Postenschacher und Politintervention zu aquirieren. Dazu ist mir unser Hanusch-Krankenhaus der WGKK zu schade."

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