Pumberger: GKK von Wien und Niederösterreich bilden gemeinsam 85 % des Gesamtdefizits

Gleichzeitig hat die NÖGKK 4,1 Mrd. Schilling an Finanzreserve

Wien, 2002-03-15 (fpd) - Auf den Umstand, daß "die Krankenkasse von Niederösterreich zwar mehr als ein Drittel des Gesamtdefizits aller Krankenkassen bildet, gleichzeitig aber auf einem unglaublichen Vermögen von mehr als 4,1 Mrd. Schilling sitzt", verwies heute der freiheitliche Gesundheitssprecher Abg. Dr. Alois Pumberger. ****

"Gemeinsam mit der Wiener Gebietskrankenkasse, die einen Abgang von etwa 1 Mrd. Schilling im Vorjahr zu verantworten hat, bildet die Niederösterreichische Gebietskrankenkasse 85 Prozent des Gesamtdefizits aller Krankenkassen in der Höhe von etwa 2 Mrd. Schilling. Auf der anderen Seite haben die Krankenkassen Rücklagen in der Höhe von 20 Mrd. Schilling. Das müssen die Krankenkassen den Beitragszahlern erst einmal erklären. Kein Mensch macht jährlich Schulden, wenn er gleichzeitig das zehnfache davon an Rücklagen für "schlechte" Zeiten hat", meinte der FPÖ-Gesundheitssprecher.

"Die Anhäufung von Vermögen durch die Krankenkassen ist ein Relikt der fünfziger Jahre und heute nicht mehr nötig. Das Geld sollte vielmehr jenen zugute kommen, von denen es stammt, nämlich den Beitragszahlern. Eine gute Idee in diesem Zusammenhang ist der Vorschlag des Gesundheitsstaatssekretärs von Psychotherapie auf Krankenschein. Es sei daran erinnert, daß es diese eigentlich schon seit etwa zehn Jahren geben sollte. Damals hat die SPÖ eigens dafür die Beiträge zur Sozialversicherung angehoben. Herausgekommen ist aber auch in diesem Punkt - so wie oft unter der SPÖ - nichts", schloß Pumberger. (Schluß)

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