Krankenkassen: Bures lehnt Kandlhofers "Sanierungs-Paket" ab

Wien (SK) SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures hält vom "Kassensanierungs-Paket" des Hauptverbandsgeschäftsführers Kandlhofer, wie es heute im "Wirtschaftsblatt" vorgestellt wurde, wenig. Auch wenn Kandlhofer diese Punktation herunterspielen wolle, sei die Tendenz doch eindeutig, meinte Bures: "Es wird an unsozialen und sinnlosen Belastungen für kranke Menschen festgehalten, wie bei der Ambulanzgebühr; und es wird an neuen Belastungen gearbeitet, wie bei der geplanten Chipkarten-Gebühr." Dass darüber hinaus "die Parteipolitik nicht zu kurz kommt", zeige sich an Kandlhofers Plan, dass Hanusch-Krankenhaus der Wiener Gebietskrankenkasse der Unfallversicherungsanstalt AUVA zu übertragen", merkte Bures an. ****

Bures wendet sich auch gegen die Absicht Kandlhofers bei der Zurechnung der Zuständigkeit von Krankenkassen auf das Wohnsitzmodell zu wechseln. Damit würden Beschäftigte nicht mehr bei der zuständigen Kasse am Arbeitsort versichert; schwer wiegende Verschlechterungen seien für Länderkassen mit hohem Pendleranteil zu erwarten.

Die teilweise Zweckwidmung der Tabaksteuer für das Gesundheitswesen hält Bures hingegen für richtig. Sie verweist darauf, dass die SPÖ bereits vor zwei Monaten den Vorschlag gemacht hat, pro Zigaretten-Packung etwa 10 Cent der Tabaksteuer fürs Gesundheitssystem zweckzubinden. Ebenfalls für richtig befindet Bures Maßnahmen gegen den Anstieg bei den Medikamentenkosten. Auch hier hat die SPÖ ein Modell vorgelegt, wie mit einer ökonomischen Verschreibepraxis deutliche Einsparungen erzielt werden können. (Schluss) wf

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