"Gewalt - Schritte zurück zum (Über)leben"

Prokop, Kranzl für möglichst frühe Gewaltprävention

St.Pölten (NLK) - Im Landtagssitzungssaal im Regierungsviertel in St.Pölten findet heute eine Fachtagung zum Thema "Gewalt - Schritte zurück zum (Über)leben. Worauf es ankommt, ist Hilfe, die ankommt" statt, die von der NÖ Landesakademie, Bereich Gesundheit und Soziales, gemeinsam mit dem aus der Landeshauptstadt stammenden Arbeitskreis "Gegen familiäre Gewalt" veranstaltet wird.

Frauen und Kinder sind Opfer der weltweit größten Menschenrechtsverletzungen, meinte Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop in ihrer Begrüßungsrede. In Niederösterreichs Frauenhäuser würden 68 Frauen und 156 Kinder unterkommen, wobei sich fachlich geschulte Personen um die Schutzsuchenden kümmern. Bereits im Volksschulalter sollen Kinder lernen, wie man mit Gewalt umgeht. Gewalt sei immer noch ein Tabu-Thema, meinte Landesrätin Christa Kranzl. Auch heute sei jede 5. bis 10. Frau mit Gewalt konfrontiert. Für jene, die Gewalt miterleben, bedeute Gewalt eine Regelverletzung und eine Bedrohung, zitierte Kranzl aus den Erläuterungen zum Tagungsthema. Auch Kranzl argumentierte, dass man möglichst früh, schon in Schulen, mit Gewaltprävention beginnen soll.

Die TagungsteilnehmerInnen beschäftigen sich in sieben Workshops mit Aspekten zum Thema Gewalt: "Vom Hilferuf zum Hilfeplan", "Wieder Kind sein können", "Schutz und Strafverfolgung", "Gewaltschutzeinrichtungen für Frauen und Kinder", "Gewalt, Strafjustiz und Familienrecht", "Gewalt und Männlichkeit" und "Gewalt und Psychiatrie" - so unterschiedlich und doch zugleich so bezeichnend sind die Themen der verschiedenen Arbeitskreise. Dazu kommen noch Referate, zum Teil mit internationalen Experten, die sich unter anderem mit "Gewalt ist (auch) ein Kontextphänomen" oder "Wege aus der Gewalt gegen Frauen und Mädchen" beschäftigen.

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