Trend höherer Milchanlieferungen hält weiter an

AMA rechnet mit Quotenüberschreitung um 106.000 t

Wien, 15. März 2002 (AIZ). - Der im Jänner 2002 in Österreich einsetzende Trend zunehmender Milchanlieferungen hat sich auch im zweiten Monat dieses Jahres verstärkt fortgesetzt. Laut den jüngsten Zahlen der Agrarmarkt Austria lag die Anlieferung im Februar (unter Berücksichtigung der Fettkorrektur) um 1% über dem Vorjahreswert. Damit zeichnet sich für das gesamte Milchquotenjahr 2001/02 eine Überlieferung der österreichischen Referenzmenge um rund 106.000 t und eine dem entsprechend hohe Zusatzabgabe für die Milchbauern ab. Die entscheidende Zeit für eine Reduzierung der Molkereianlieferung wurde demnach nicht genutzt.

Laut Berechnungen der AMA wurden von April 2001 bis Februar 2002 genau 2,424.308 t Milch an die Molkereien geliefert. Die mit der A-Quote vergleichbare fettkorrigierte Anlieferung betrug 2,502.856 t. Sie lag bereits um 98.030 t über der Quotenlinie. Das entspricht rund EUR 34,9 Mio. an Zusatzabgabe.

Zusatzabgabe höher als im Vorjahr

Auf Grund der aktuellen Anlieferungs-Entwicklung geht die AMA in ihrem jüngsten "Milchbarometer" davon aus, dass bis Ende dieses Quotenjahres (31.03.2002) eine gesamte (fettkorrigierte) Molkereianlieferung von rund 2,734.000 t verzeichnet wird. Damit würde die nationale Referenzmenge von 2,628.000 t um 106.000 t überliefert. Daraus ergibt sich eine "Superabgabe" von EUR 37,8 Mio. Zum Vergleich: Im vergangenen Quotenjahr betrug diese Abgabe EUR 36,3 Mio.

Wie hoch jedes kg an überlieferter Milch mit Zusatzabgabe belastet wird, hängt bekanntlich davon ab, in welchem Umfang andere Landwirte ihre Anlieferungsquote unterschreiten, da diese Mengen gegengerechnet werden. Derzeit geht die AMA davon aus, dass die Summe dieser Unterlieferungen zwischen 90.000 t und 110.000 t liegen wird. Daraus resultiert eine Zusatzabgabe je 100 kg überlieferter Milch von EUR 17,48 bis 19,27. Dies entspricht ungefähr der Hälfte des Erzeugermilchpreises. Um die Abgabe noch spürbar reduzieren zu können, müssten die Anlieferungswerte im März hinsichtlich Menge und Fettgehalt deutlich unter den Vorjahreswerten liegen.
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