AKS 200 SchulsprecherInnen fordern eine SchülerInnenanwaltschaft

Wien (SK) Die auf dem SchülerInnenvertretungskongress der AKS (Aktion kritischer SchülerInnen) in Velden diskutierten Themen wurden nun in einem Forderungspapier festgehalten. "Dieses von 200 SchulsprecherInnen aus ganz Österreich getragene Papier soll eine positiven Impuls für die aktuelle bildungspolitische Diskussion darstellen", so Niki Kowall, Bundesvorsitzender der AKS am Freitag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Die AKS präsentiert das Papier auf www.aks.at und per Aussendung an alle SchulsprecherInnen Österreichs. ****

Die wichtigsten Punkte sind laut Kowall die Einführung einer unabhängigen SchülerInnenanwaltschaft, die Arbeitszeitverkürzung für SchülerInnen sowie die Forderung nach einer staatlich finanzierten Bildung anstelle von Privatisierungen. "Die SchülerInnenanwaltschaft ist nicht zuletzt unsere Antwort auf die neusten Fälle von Mobbing und Psychoterror seitens mancher ProblemlehrerInnen", erklärt der AKS-Vorsitzende.

"Der konsequente Umgang mit dem Thema Verhaltensvereinbarungen und die von der AKS vorgeschlagenen Alternativen zeige schon erste Erfolge", freut sich Kowall. Der SchülerInnevertreter ist überzeugt, dass das Motto Schlichten statt Strafen besonders bei den österreichischen SchulsprecherInnen voll durchgeschlagen hat. "Die von uns propagierten alternativen Konfliktlösungsmodelle werden nun in etlichen Schulgemeinschaftsausschüsse österreichweit eingebracht", so Kowall.

"Bei der letzten Arbeitsgruppe von Ministerium und SchulpartnerInnen gab es einen Konsens zwischen LehrerInnen, Eltern und SchülerInnen", berichtet Vizebundesschulsprecher und Mitglied der Arbeitsgruppe Andi Kastner. "Alle SchulpartnerInnen waren sich einig, dass Verhaltensvereinbarungen ausschließlich der positiven Konfliktlösung dienen dürfen, alle Sanktionen, besonders Nachsitzen und Putzdienste wurden strickt abgelehnt", so der BundesschülerInnenvertreter.

Aber auch an den Schulen stoßen die AKS-Vorschläge auf äußerst positive Resonanz. "Unsere LehrerInnenvertreter wollten Verhaltensvereinbarungen und neue Sanktionskataloge beschließen", so Julia Broz, SchülerInnenvertreterin am BG Albertgasse (Wien 8). "Nach mehreren Diskussionen wurden schließlich doch Konfliktlösungsmodelle wie sie die AKS vorschlägt anstelle der Verhaltensvereinbarungen durchgesetzt", berichtet Broz, die auch Teilnehmerin am AKS-SchülerInnenvertretungskongress war. (Schluss) nf/mm

Rückfragehinweis: Niki Kowall (0699) 11 40 81 42, Andi Kastner:
(0699) 12 11 48 89, Julia Broz: (0699) 12 22 97 17

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