Grüne/Jerusalem: Tageszentrum für Obdachlose vor Schließung

Pazmanitengasse: Verunsicherung unter Obdachlosen und MitarbeiterInnen wegen Schließungsgerüchten

Wien (Grüne) - Ungewissheit herrscht nach wie vor darüber, ob das Tageszentrum für Obdachlose in der Pazmanitengasse nun geschlossen wird oder nicht. Die Aussage von Stadträtin Grete Laska, die Sperre des Zentrums sei nur ein Gerücht, ist für Susanne Jerusalem, Sozialsprecherin der Wiener Grünen, unzureichend.

Seit nunmehr zwei Wochen weiß niemand, ob die angekündigte Schließung nun tatsächlich stattfindet oder nicht. Für die Obdachlosen geht es um viel. Immerhin ist das Tageszentrum Pazmanitengasse nicht nur ein beliebter Treffpunkt, sondern auch eine Möglichkeit zu duschen, Wäsche zu waschen, zu kochen usw. Die Einrichtung ist niederschwellig und freundlich, die Betreuung sehr persönlich. Gemeinderätin Susanne Jerusalem: "Unter den Obdachlosen macht das Gerücht der Schließung längst die Runde, Stadträtin Laska muss die Karten auf den Tisch legen. Weder die Obdachlosen noch die MitarbeiterInnen dürfen derart verunsichert werden."

Hinter der aktuellen Situation steckt ein Problem mit weitreichender Bedeutung. Von der neuen Leitung der MA12 wird verlangt, umfassende Reformen ohne Aufstockung von Dienstposten über die Runden zu bringen. Gemeinderätin Susanne Jerusalem: "Reformen müssen finanziert werden, sonst gehen sie schief. Das müsste die Stadträtin eigentlich wissen."

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