Familienhospiz-Karenz ein humanitäres Signal

LR Bischof: Unterstützt Vorarlberger "Palliativ Care"

Bregenz (VLK) - Als humanitäres Signal und entscheidenden
Gegenpol zur aktiven Sterbehilfe bezeichnet Landesrat Hans-
Peter Bischof die geplante Familienhospiz-Karenz, mit der
ein Rechtsanspruch zur Pflege sterbender Angehöriger
geschaffen werden wird. Mit bis zu sechsmonatigem
Kündigungsschutz und Wahrung der kranken- und
pensionsrechtlichen Ansprüche können sich Arbeitnehmer der
Pflege ihrer schwerkranken Angehörigen widmen. "Das wird
eine wichtige Unterstützung für unser System der
palliativen Behandlung sein und unsere Bemühungen beim
weiteren Aufbau der ambulanten Hospizbetreuung verstärken",
so Landesrat Bischof. ****

Eine Expertenstudie hat gezeigt, dass in Vorarlberg
schon bisher ein weit entwickeltes, flächendeckendes
Behandlungs- und Betreuungssystem aufgebaut werden konnte.
Das darauf basierende Vorarlberger Palliativ-Konzept sieht
die Einrichtung einer stationären Spitalseinheit mit zehn
Betten, den schrittweisen Aufbau von palliativen
Betreuungsteams (die auch außerhalb der Spitäler tätig
werden sollen) und eine Verstärkung des ambulanten
Hospiznetzes vor. "Mit der Umsetzung dieser Studie, für die
über den Gesundheitsfonds Vernetzungsmöglichkeiten gegeben
wären, werden wir eine hervorragende Betreuung und
Begleitung in unserem Land schaffen", ist Landesrat Bischof überzeugt.

Die Familienhospiz-Karenz wird eine wesentliche
Verbesserung für unser ambulantes Hospizsystem bringen, da
diese flächendeckenden Hospizdienste eine noch vertieftere Unterstützung durch die pflegenden Angehörigen erhalten
könnten. Das ist ein wichtiger Beitrag dazu, dem
überwiegenden Wunsch der Menschen gerecht werden zu können,
auch in der letzten Phase des Lebens zu Hause in der
gewohnten Umgebung bleiben zu können. "Das ist ein höchst humanitärer Akt und wir sollten alle Anstrengungen
unternehmen, diesem Wunsch Rechnung tragen zu können",
meint Landesrat Bischof.
(hh/ug,nvl)

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