ÖAMTC: Unfallbilanz 2001 mit wenig Licht und viel Schatten

Maßnahmen zur Unfallprävention sind gefragt

Wien (ÖAMTC-Presse) - Die heute veröffentlichte endgültige Unfallbilanz 2001 zeigt wieder ein Ansteigen der Unfallzahlen auf 43.073 und Verletzten auf 56.265. Dieser negative Trend hat sich seit dem Jahr 1996, wo die geringste Anzahl an Verkehrsunfällen und Verletzten zu verzeichnen war, fortgesetzt. "Diese Zahlen sprechen für sich und sind keineswegs mit dem steigenden Verkehrsaufkommen zu begründen", sagt ÖAMTC-Verkehrsexperte Roman Michalek.

Auch wenn die vorliegende Unfallbilanz 2001 mit 958 Verkehrstoten die geringste Anzahl seit Einführung der Statistik im Jahr 1961 aufweist, hat Österreich im internationalen Vergleich nach wie vor Aufholbedarf. Die bei weitem gefährdetste Gruppe sind jugendliche Verkehrsteilnehmer zwischen dem 15. und 24. Lebensjahr. "Die rasche Einführung der Mehrphasenausbildung wird hier Abhilfe schaffen", unterstreicht Michalek. Auch was die Beschaffenheit der Straßen betrifft, gibt es in Österreich noch viel Raum für Verbesserungen. Beispiel dafür: Zur Reduktion der steigenden Zahl von Fußgängerunfällen auf Schutzwegen sollten diese dem Stand der technischen Möglichkeiten angepasst werden (kurze Querungslänge, optimale Beleuchtung).

Zur Entschärfung von Unfallhäufungsstellen sieht der Club die Politik gefordert: Die Investitionen im Rahmen des Generalverkehrsplans sind auch Investitionen in sichere Verkehrsanlagen und dienen nicht nur der Staubekämpfung. Gezielte und punktgenaue Maßnahmen gegen Raser und Drängler wie die Einführung von Section Control an neuralgischen Punkten müssen so rasch wie möglich umgesetzt werden.

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ÖAMTC-Pressestelle/Sabine Fichtinger

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