Gehaltsabschluss für Reisebüros

Lehrlingsentschädigungen werden überproportional angehoben

Wien (PWK187) Nach zwei Verhandlungsrunden konnte Dienstag Nachmittag zwischen dem Fachverband der Reisebüros und der Gewerkschaft der Privatangestellten ein neuer Gehaltsabschluss erzielt werden.

Die kollektivvertraglichen Mindestgehälter werden demnach mit Wirkung vom 1. März 2002 durch gestaffelte Fixbeträge erhöht, und zwar bis zu einem Monatsgehalt von 1.230 um 32 Euro. Für Monatsgehälter von 1.231 bis 1.380 Euro beträgt der Erhöhungsbetrag 28 Euro, bzw. bei einem Monatsgehalt von über 1.380 Euro beträgt er 24 Euro, mindestens jedoch 1 Prozent. Für die Erhöhung der Ist-Gehälter wird eine Empfehlung ausgesprochen. Das Verhandlungsteam des Fachverbandes stand unter dem Vorsitz von Fachverbandsvorsteher Edward Gordon und FV-Geschäftsführer Thomas Wolf, jenes der Gewerkschaft unter dem Vorsitz von Ernst Seunigg und Rudolf Grammer.

Die Monate Jänner und Februar werden durch eine Abschlagszahlung von je 25 Euro abgegolten. Diese kann auf bestehende Überzahlungen voll angerechnet werden.

Um den Branchennachwuchs zu fördern, werden die Lehrlingsentschädigungen überproportional angehoben und zwar um einen Fixbetrag von jeweils € 50 in allen Kategorien. Dieser Abschluss gilt für 22 Monate. Im Gegenzug hat sich die Gewerkschaft dazu bereit erklärt, die im Kollektivvertrag vorgesehene Weiterverwendungszeit von 6 Monaten auf das gesetzliche Ausmaß von 3 Monaten zu reduzieren. "Wir glauben, dass damit ein vernünftiger Kompromiss erzielt werden konnte, der einerseits der weiterhin angespannten wirtschaftlichen Situation der Branche Rechnung trägt und gleichzeitig die Attraktivität der Gehälter, gerade für junge Mitarbeiter sichert", stellt dazu der Obmann des Fachverbandes, Dkfm. Gordon, fest. (hp)

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