ACHTUNG Korrektur der OTS0176 im letzten Absatz: 30 Prozent wurden auf 60 Prozent korrigiert. Tourismus wirft Gewerkschaft Realitätsverweigerung vor

BSO Schenner kritisiert Rückgriff Kaskes auf "Argumente aus der Mottenkiste" - "Saisonierstatut hat sich bewährt, ist positiv für Ostöffnung" Wien (PWK186) - "Manche Gewerkschaftsvertreter wollen einfach nicht zur Kenntnis nehmen, dass sich, so wie in vielen anderen Bereichen, auch auf dem europäischen Arbeitsmarkt die Bedingungen verändern. Ein starres Festhalten an alten Gewohnheiten ist sicherlich zu wenig, um sich den Herausforderungen der EU-Erweiterung und anderer Entwicklungen zu stellen", wundert sich der Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, Komm.Rat Johann Schenner, über die mangelnde Flexibilität des Sozialpartners bei der Versorgung der Volkswirtschaft mit ausreichend Arbeitskräften.

Wenn Rudolf Kaske wieder einmal mit scharfen Worten gegen sein Lieblings-Feindbild "Saisoniers" zu Felde zieht, so zeigt dies nur, dass er die sich verändernden Bedingungen, nicht zuletzt im demographischen Bereich, ignoriert und lieber in die Mottenkiste seiner Uralt-Argumente greift, kritisiert Schenner die heute bei einer Pressekonferenz gemachten Äußerungen des HGPD-Vorsitzenden. Die
vom Tourismus kommende Einrichtung der Saisoniers habe sich dort gut bewährt und zu dem gesamtwirtschaftlich erfreulichen Wachstum dieser heimischen Schlüsselbranche beigetragen. "Jetzt soll diese bewährte Einrichtung gemäß dem Wunsch der Regierung auch auf andere Branchen ausgedehnt werden. Dies ist den Gewerkschaften offenbar schon wieder zu viel", bedauert Schenner.

Die zeitlich befristeten Arbeitsverhältnisse ermöglichen es den Arbeitskräften aus den künftigen EU-Mitgliedsländern, sich auf die Verhältnisse in der EU vorzubereiten und gleichzeitig auch persönlich
vom höheren Lohnniveau zu profitieren. Dies ist, wie Schenner betont,
ein positiver Schritt in Richtung kommender EU-Erweiterung.

Mit einem Anteil von unter 30 Prozent ist die Ausländerbeschäftigung im Tourismus in Österreich immer noch deutlich geringer als in anderen Konkurrenzländern, wo sie bis zu 60 Prozent beträgt, kontert Schenner auf einen weiteren Vorwurf Kaskes. Und schließlich habe Kaske auch zu erwähnen vergessen, dass der Arbeitsmarkt im Tourismus,
als einer der ganz wenigen Branchen in Österreich, weiterhin kontinuierlich wächst. Damit das auch in Zukunft so bleibt, ist es notwendig, die expandierende Branche flexibel und rechtzeitig mit ausreichend Mitarbeitern zu versorgen, fasst Schenner den Standpunkt der Wirtschaft zusammen. (hp)

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