Prammer wirft Böhmdorfer Unsensibilität und Ahnungslosigkeit bei Opferschutz vor

Auch Unterstützung von Gewaltschutz-Organisationen wäre im Rahmen des Gesetzes

Wien (SK) "Ich weiss nicht, woher Justizminister Böhmdorfer die Interpretation hernimmt, dass Opferhilfe nur per Kostenübernahme von Anwälten und Therapeuten während des Verfahrens möglich ist. Aus dem Gesetz kann ich das jedenfalls nicht herauslesen", betonte am Dienstag SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Barbara Prammer gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Sie reagierte damit auf die Aussagen des Justizministers in der Tageszeitung "Der Standard".****

Zu dem Vorschlag Böhmdorfers, die Koordination der Vereine durch einen Dachverband zu verbessern, erklärte Prammer, dass die einzelnen Trägerorganisationen schon bisher, ohne das Zutun des Ministers, die Koordination untereinander erfolgreich getätigt hätten. So zum Beispiel beim Dachverband der Interventionsstellen. "Diese Organisationen und Vereine leisten Knochenarbeit, sie benötigen Unterstützung anderer Art und nicht als die ungebetenen Ideen des Justizministers, die nur zur Verunsicherung beitragen."

Weiters warf Prammer Böhmdorfer "Unsensibilität in höchstem Maße vor." Der Dachverein "Neustart" widme sich im Rahmen der Bewährungshilfe schließlich der Täterarbeit, während es bei der Opferhilfe gerade um die andere Seite gehe. "Allein die beiden Intentionen vergleichend nebeneinander zu stellen, sagt einiges über den Mangel an nötigem Feingefühl für diese Causa aus", kritisierte Prammer abschließend. (Schluss) up

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