Adolf-Grimme-Preise 2002 vergeben: ORF-Koproduktion "Die Manns" preisgekrönt

38. Adolf-Grimme-Preis in Gold mit neun Einzelauszeichnungen an TV-Dreiteiler

Wien (OTS) - Heute, am Dienstag, dem 12. März 2002, gab das deutsche Adolf-Grimme-Institut die diesjährigen Preisträger des renommierten gleichnamigen Fernsehpreises in den Wettbewerben "Fiktion & Unterhaltung" und "Information & Kultur" in Köln bekannt. Unter den zahlreichen Preisträgern wurde die vom ORF-koproduzierte große Fernsehtrilogie "Die Manns - Ein Jahrhundertroman" zum "Abräumer" der bisher insgesamt 38. Verleihung des deutschen "Fernseh-Oscars". Neben dem Adolf-Grimme-Preis in Gold erhielt Heinrich Breloers und Horst Königsteins Dokumentardrama über die bedeutendste deutsche Schriftstellerfamilie des 20. Jahrhunderts -hochkarätig besetzt mit Armin Mueller-Stahl, Jürgen Hentsch, Monica Bleibtreu, Veronica Ferres, Sophie Rois, Sebastian Koch und vielen anderen - insgesamt neun Einzelauszeichnungen, unter anderem jene an Armin Mueller-Stahl für die Darstellung des Thomas Mann sowie an Heinrich Breloer für seine Regiearbeit. Breloer legte den Dreiteiler als spannendes Kaleidoskop aus Zeitzeugen-Interviews, Erinnerungen und Spielszenen an, durch das die erst kürzlich verstorbene jüngste Tochter Thomas Manns, Elisabeth Mann-Borgese, führte.
Zuletzt reüssierte der ORF beim Adolf-Grimme-Preis 1999: Damals wurde die Neuverfilmung von Marie von Ebner-Eschenbachs Literaturklassiker "Krambambuli" ausgezeichnet. Den Preis erhielten Regisseur Xaver Schwarzenberger und die drei Hauptdarsteller Tobias Moretti, Gabriel Barylli und Christine Neubauer.
Die Adolf-Grimme-Jury des Wettbewerbs "Spezial" ermittelt ihre Preisträgerinnen und Preisträger vom 13. bis 15. März, die Namen werden erst bei der Preisverleihung, die am 22. März in Marl stattfindet, veröffentlicht. Das 3sat-Magazin "Kulturzeit" berichtet heute Abend, ab 19.20 Uhr, sowie am Abend der Preisverleihung, ebenfalls ab 19.20 Uhr über den 38. Adolf-Grimme-Preis.

Die vorläufige Liste der Adolf-Grimme-Preisträger 2002:
Wettbewerb "Fiktion & Unterhaltung"
Adolf-Grimme-Preis in Gold für
"Die Manns - Ein Jahrhundertroman" (WDR/NDR/BR/ARTE/ORF/SRG/SF DRS) mit Einzelpreisen an:
Heinrich Breloer (Buch/Regie)
Horst Königstein (Buch)
Gernot Roll (Kamera)
Armin Mueller-Stahl, Monica Bleibtreu, Jürgen Hentsch, Veronica Ferres, Sophie Rois und Sebastian Koch (Darsteller)

Adolf-Grimme-Preis in Gold für
"Ende der Saison" (BR) mit Einzelpreisen an:
Daniel Nocke (Buch)
Stefan Krohmer (Regie)
Hannelore Elsner und Anneke Kim Sarnau (Hauptdarsteller)

Adolf-Grimme-Preis für
Tatort "Im freien Fall" (BR) mit Einzelpreisen an:
Alexander Adolph (Buch)
Jobst Oetzmann (Regie)
Silvia Koller (Redaktion)
Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec (Hauptdarsteller)

Adolf-Grimme-Preis für
"Wambo" (SAT.1) mit Einzelpreisen an:
Jo Baier (Buch/Regie)
Jürgen Tarrach (Hauptdarsteller)

Adolf-Grimme-Preis für
"Romeo" (ZDF) mit Einzelpreisen an:
Ruth Toma (Buch)
Hermine Huntgeburth (Regie)
Martina Gedeck, Sylvester Groth, Katrin Bühring (Hauptdarsteller)

Adolf-Grimme-Preis für
"Der Tanz mit dem Teufel" (SAT.1) mit Einzelpreisen an
Peter Keglevic (Regie)
Tobias Moretti, Sebastian Koch, Christoph Waltz (Hauptdarsteller)

Wettbewerb "Information & Kultur"
Adolf-Grimme-Preis in Gold für
"Es war einmal Tschetschenien" (ARTE) an
Nino Kirtadzé (Buch/Regie)

Adolf-Grimme-Preis für
"Otzenrather Sprung" (ZDF/3sat) mit Einzelpreisen an
Jens Schanze (Buch/Regie)
Börres Weiffenbach (Kamera)

Adolf-Grimme-Preis für
"Menschen hautnah: Der Tag, der in der Handtasche verschwand" (WDR) an
Marion Kainz (Buch/Regie/Kamera)

Adolf-Grimme-Preis für
"Die Todespiloten" (NDR) an
Kuno Haberbusch (stellvertretend für Redaktion, Idee und Konzeption)

Adolf-Grimme-Preis für
"Roter Stern über Deutschland" (ORB) mit Einzelpreisen an
Christian Klemke (Buch/Regie)
Jan Lorenzen (Buch)

Sonderpreise
Sonderpreis des Ministeriums für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen für:
"Broadway Bruchsal" (SWR) mit Einzelpreisen an
Dominik Wessely und Marcus Vetter (Buch/Regie)

Der Publikumspreis der "Marler Gruppe" für
"Menschen hautnah: Der Tag, der in der Handtasche verschwand" (WDR) an
Marion Kainz (Buch/Regie/Kamera)

Besondere Ehrung des Deutschen Volkshochschul-Verbandes für Verdienste um die Entwicklung des Fernsehens an:
Günther Jauch

Prestigeträchtiger Adolf-Grimme-Preis
Der Adolf-Grimme-Preis des Deutschen Volkshochschul-Verbandes wird jährlich für vorbildliche Fernsehleistungen und Produktionen vom Adolf-Grimme-Institut in Marl vergeben, die - laut Statut - "die spezifischen Möglichkeiten des Mediums Fernsehen auf hervorragende Weise nutzen und nach Inhalt und Methode Vorbild für die Fernsehpraxis sein können". Verliehen werden die Adolf-Grimme-Preise in den drei Hauptbewerben: "Fiktion & Unterhaltung", "Information & Kultur" und "Spezial". Aus Hunderten Vorschlägen von Zuschauern, Sendern und Produktionsfirmen treffen unabhängige Kommissionen eine Vorauswahl, die so genannten Nominierungen. Drei Jurys bestimmen in der Endausscheidung die Preisträger.

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