März 1938: Österreicher waren Opfer und Täter

Wien (OTS) - "Es war eine Tragödie, dass der Annexion Österreichs durch das Nazi-Regime im März 1938 kein militärischer Widerstand entgegengesetzt wurde", so KPÖ-Vorsitzender Walter Baier aus Anlass des 64 Jahrestages der Auslöschung Österreichs.

Baier: "Die Unterminierung der wirtschaftlichen Unabhängigkeit Österreichs durch das deutsche Kapital, die Vernichtung des Parteiensystems (die KPÖ war schon seit 1933 verboten) und der demokratischen Strukturen durch die Austrofaschisten hatten die antifaschistische Widerstandskraft zwar geschwächt, doch VertreterInnen der Arbeiterbewegung und der KPÖ haben sich noch unmittelbar vor dem 'Anschluss' auch um die bewaffnete Verteidigung Österreichs bemüht. Gleichzeitig dürfen die österreichischen Täter nicht vergessen werden. Nach dem Anschluss jubelten Zehntausende am Wiener Heldenplatz und viele ÖsterreicherInnen beteiligten sich aktiv am Raubzug der 'Arisierungen'."

Der Nationalsozialismus brachte Tod und Verderben über Österreich und Europa. Millionen starben auf den Schlachtfeldern, Millionen in den NS-Konzentrationslagern. "Die KPÖ hat noch in der Nacht des Einmarsches einen Aufruf für das Wiedererstehen eines demokratischen Österreichs veröffentlicht. Der Widerstand von zehntausenden österreichischen Kommunisten und Kommunistinnen, die ihren Kampf um ein freies, unabhängiges und demokratisches Österreich vielfach mit dem Leben bezahlten, erinnert uns auch heute daran, dass sich die KPÖ ihrer Geschichte nicht schämen muss", so Baier.

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