AK fordert Konsumentenschutzminister Böhmdorfer auf: Schadenersatz für Urlaubsärger rasch gesetzlich regeln

Nach EuGH-Urteil muss Rechtslage auch in Österreich angepasst werden

Wien (AK) - Für vertane Urlaubszeit soll es endlich einen Ersatz geben, fordert die AK erneut. Das muss für die Konsumenten in Österreich jetzt rasch gesetzlich geregelt werden. Durch das heutige EuGH-Urteil wird die AK-Forderung bestätigt: Eine österreichische Familie hatte für ihren verunglückten Urlaub einen ideellen Schadenersatz unter Hinweis auf die EU-Pauschalreise-Richtlinie geltend gemacht. Die Tochter hatte nämlich vom Clubessen eine Salmonellenvergiftung, und der Urlaub war verpatzt. Der EuGH entschied nun, dass diese EU-Richtlinie dem Konsumenten grundsätzlich auch einen Anspruch auf Ersatz für ideelle Schäden verleiht. Österreich wird um eine gesetzliche Regelung nicht herum kommen. Daher soll Justizminister Böhmdorfer rasch die notwendigen gesetzlichen Regeln schaffen, fordert die AK. ****

Derzeit ist vergeudete Urlaubszeit nach österreichischem Recht - im Gegensatz zu Deutschland - nicht ersatzfähig. Das trifft Konsumenten hart, denn geht eine Reise durch Verschulden des Reiseveranstalters schief, ist damit auch der Urlaub verdorben.

EuGH-Urteil bekräftigt AK-Forderung
Die gute Nachricht: Der EuGH hat heute, Dienstag, entschieden, dass Konsumenten grundsätzlich durch die EU-Pauschalreise-Richtlinie einen Anspruch auf Ersatz für ideelle Urlaubsschäden, also zB für die vergeudete Urlaubszeit, haben.

Zur Vorgeschichte: Eine österreichische Familie hatte für ihren verpatzten Urlaub auch einen ideellen Schadenersatz für vergeudete Urlaubszeit geltend gemacht. Sie stützten sich dabei auf die EU-Pauschalreise-Richtlinie. Die Familie verbrachte im Sommer 1997 ihren Haupturlaub in einem Club in der Türkei. Die Urlaubsfreude dauerte aber nicht lange. Denn die Tochter bekam vom Clubessen eine Salmonellenvergiftung und dadurch hatten sie nichts von ihrem Urlaub.

Justizminister Böhmdorfer soll daher rasch die notwendigen gesetzlichen Regeln schaffen, die die Rechtsansprüche der Konsumenten auf ideellen Schadenersatz für vergeudete Urlaubszeit sicher stellen, verlangt die AK.

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