Silhavy: HV-Präsident Frad wird immer unglaubwürdiger

Wien (SK) "Hauptverbandspräsident Frad wird immer unglaubwürdiger in seiner Funktion", sagte SPÖ-Sozialsprecherin Heidrun Silhavy in Reaktion auf die Ausführungen Frads in der heutigen Ausgabe der "Presse". "Statt sich mit einer Weiterentwicklung des Gesundheitssystems und entsprechenden Finanzierungsgrundlagen zu befassen, verweist er auf das Koalitionsübereinkommen der Regierung und hier ausgerechnet auf den Plan, allgemeine Selbstbehalte einzuführen", kritisiert Silhavy. Sie betonte, Frad solle "sich mit den Interessen der Versicherten befassen, und nicht den verlängerten Arm der Bundesregierung spielen". ****

"Zuletzt hat eine Umfrage wieder gezeigt, dass die Versicherten gegen Leistungseinschränkungen sind, wie es derzeit bei den politisch vorgegebenen Kürzungen der freiwilligen Leistungen der Fall ist", so Silhavy am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Die OGM-Patientenbefragung in Wien hat im Dezember des Vorjahres nachgewiesen, dass Erhöhungen und Ausweitungen der Selbstbehalte eine deutliche Absage erfahren. "Die SPÖ hat ein umfangreiches Paket für die Finanzierung des Gesundheitssystems ausgearbeitet und wir erwarten uns auch die Umsetzung dieser Vorschläge", betonte die SPÖ-Sozialsprecherin.

"Ein Präsident des Hauptverbandes muss in erster Linie die Interessen der Versicherten vertreten und nicht den verlängerten Arm einer Bundesregierung spielen", erklärte Silhavy abschließend. Sie fügte hinzu: "Damit führt sich Frad in seiner Funktion selbst ad absurdum. Aber vielleicht war das ja ohnedies die Zielsetzung der Bundesregierung, eine unbequeme Selbstverwaltung auszuschalten." (Schluss) wf

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