UTA bricht endgültig das Monopol auf der "letzten Meile"

Ambitionierte Ziele für 2002: Umsatzwachstum auf 278 Mio. Euro und operativer Break-even Wien (OTS) - " Entgegen dem allgemeinen Branchentrend konnte die UTA-Gruppe auch im abgelaufenen Jahr erneut kräftig zulegen und den Umsatz um 53,5 Prozent auf 234,8 Mio. Euro steigern. Durch nachhaltige Verbesserungen der Kostenstruktur im Zuge der Reorganisation der Gruppe wurde auch die Wettbewerbsfähigkeit deutlich gesteigert. In diesem Jahr soll der Umsatz auf 278 Mio. Euro wachsen und der operative Break-even (EBITDA) erreicht werden. Schwerpunkte am Markt sind die Forcierung des Internetbereichs, eine KMU-Offensive und die Positionierung als Lösungsanbieter im Großkundengeschäft. Zugleich will UTA das Endkunden-Monopol der Telekom Austria am Markt brechen. Basis dafür ist die Entbündelung, die UTA als einziger Telekommunikationsanbieter österreichweit vorantreibt. Im ersten Schritt werden Geschäftskunden direkt an das UTA-Netz angebunden, noch im zweiten Halbjahr soll dieses Service auch Privatkunden geboten werden. Um den langfristigen Erfolg der Liberalisierung sicherzustellen, fordert UTA die Beibehaltung der ex ante Regulierung, ein effizienteres Wettbewerbsrecht mit kürzeren Verfahrenszeiten und wirksameren Maßnahmen bei Verstößen sowie mehr Rechte für die Regulierungsbehörde.

Der anhaltende Preisdruck, die nachlassende Konjunktur und die daraus resultierende, sinkende Investitionsbereitschaft der Unternehmen kennzeichneten die Telekommunikations-Branche im Vorjahr und führten zu der erwarteten Marktbereinigung. UTA hat als eines der ersten Unternehmen frühzeitig auf die geänderten Rahmenbedingungen reagiert. "Durch die Zusammenlegung der IT-, Finanz- und Administrationsbereiche von UTA und netway sowie ein damit einhergehendes Kostensenkungsprogramm haben wir unsere Kostenstruktur massiv verbessert. Diese Maßnahmen sind nun abgeschlossen. Mit um 25 Prozent geringeren Gemeinkosten als im Vorjahr haben wir unsere Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig gestärkt und werden, so wie in unserem Business-Plan vorgesehen, bereits in diesem Jahr den operativen Break-even auf EBITDA-Basis erreichen", sagte Mag. Johannes Schwertner, Vorstand der UTA Telekom AG, anlässlich der Jahrespressekonferenz der UTA-Gruppe.

Ungeachtet des schwierigen Marktumfelds konnte UTA am Markt ihre führende Stellung unter den alternativen Internet- und Festnetzanbietern weiter ausbauen. "Überdies wurde mit dem Transfer aller Access-Kunden von netway zu UTA und der Positionierung von netway als dem eBusiness-Spezialisten für Geschäftskunden auch die Reorganisation innnerhalb der Gruppe wie geplant im letzten Jahr erfolgreich abge-schlossen", ergänzte DI Romed Karré, Vorstand der UTA Telekom AG. "Damit können wir uns in diesem Jahr voll auf den Erfolg am Markt und das Erreichen unserer ambitionierten Ziele konzentrieren. Zentraler Bestandteil unserer Strategie ist die Entbündelung, mittels derer wir das Endkunden-Monopol der TA auf der "letzten Meile" endgültig brechen werden", so Karré weiter.

Umsatzsteigerung 2001 von 53,5 Prozent auf 234,8 Mio. Euro

Die UTA-Gruppe (UTA Telekom AG und Netway Communications AG) erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von 234,8 Mio. Euro, was einem Umsatzwachstum von 53,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr (153 Mio. Euro) entspricht. Bereinigt um die netway-Akquisition (Restatement des Umsatzes) betrug das Umsatzwachstum rd. 39 Prozent. Vom Vorjahresumsatz entfielen 57 Prozent auf den Telefonie-Bereich, 26 Prozent auf Daten- und 17 Prozent auf Internet- und eBusiness-Services. Die Zahl der UTA-Kunden wur-de auf 415.000 Telefonie- und 305.000 Internetkunden gesteigert. Der Personalstand der Gruppe betrug per Jahresende 640 MitarbeiterInnen.

In diesem Jahr peilt die UTA-Gruppe einen Gesamtumsatz von 278 Mio. Euro (+18%) an. Im Telefonie- und im Internetbereich ist jeweils ein Kundenzuwachs von 100.000 Neukunden auf insgesamt 515.000 bzw. 405.000 Kunden per Ende dieses Jahres geplant. Des weiteren wird eine Verdreifachung der Breitband-Internet-Kunden (UTA ADSL Wild Cherry) auf 25.000 anstrebt.

UTA startet KMU-Offensive auf Entbündelungsbasis und öffnet "letzte Meile" auch für Privatkunden

Unter dem Motto "Freie Wahl für Österreich" startet UTA ihre Entbündelungs-Offensive, mit der das Monopol der Telekom Austria auf der letzten Meile zum Kunden endgültig gebrochen werden soll. Basis der Ver-triebsaktivitäten, die sich über das gesamte Jahr erstrecken werden, ist die Unbundling-Strategie von UTA, die als einziger neuer Telekommunikations-Anbieter österreichweit die Entbündelung der Wählämter vorantreibt.

Bereits heute sind mehr als 70 Wählamtsbereiche direkt an das moderne UTA-Hochleistungsnetz ange-schlossen. Zahlreiche Städte, wie Innsbruck, Klagenfurt, Villach, St. Pölten, Bregenz, Graz und Steyr sind bereits zu 100 Prozent entbündelt, Salzburg und Linz zu über 80 Prozent und Wien zur Hälfte. Bis Jahresende wird der Endausbau auf 125 Entbündelungsstandorte erfolgen, womit österreichweit über 50 Prozent aller Geschäftskunden, in Wien über 90 Prozent direkt an das UTA-Netz angeschlossen werden können. In der zweiten Jahreshälfte sollen auch Privatkunden in den Genuss der neuen Wahlfreiheit kommen.

Entbündelte Kunden profitieren vom anerkannt guten UTA-Kundenservice, von der sekundengenauen Abrechnung ab der 1. Sekunde, breitbandigen Internetanbindungen auf DSL-Basis, attraktiven Tarifmodellen und leistungsstarken Produktbündeln. So bietet UTA den KMU"s mit UTA ProfessionalGate und UTA BusinessGate maßgeschneiderte Services, die je nach Intensität der Nutzung individuell abgestimmt werden können. Modernstes Equipment ermöglicht extrem leistungsfähige SDSL-Internetverbindungen mit Übertragungsraten von bis zu 2 Mbit/s " permanent volle Geschwindigkeit, sowohl beim Down- als auch beim Upload. Damit übertrifft der UTA-Anschluss herkömmliche ADSL-Verbindungen um mehr als das Dreifache. Bei UTA BusinessGate sind die Gesprächsentgelte innerhalb des jeweiligen Bundeslandes im Paketpreis enthalten. Das ist jene Zone, in die durchschnittlich 60 Prozent aller Telefonate österreichischer Unternehmen gehen. Bei UTA ProfessionalGate ist der unlimitierte Internet-Zugang (inkl. Online-Zeiten und ohne Limit des Transfervolumens) im monatlichen Paketpreis inkludiert. Zugleich bilden diese beiden Bündelprodukte die ideale Basis zur Nutzung der eBusiness-Services der UTA-Tochter netway. (Weitere Details: siehe Presseaussendung vom 6. März unter www.uta.at).

Vom Produkt- zum Lösungsgeschäft im Großkundensegment

Im Großkundenbereich setzt UTA konsequent den Weg zum Lösungsanbieter fort. Das heißt: UTA begleitet den Kunden von der Problemanalyse über die Konzeptphase bis zur Entwicklung und Implementierung der Lösung im laufenden Betrieb. Die Voraussetzungen sind gut: Bereits heute vertrauen 40 Prozent der größten Unternehmen des Landes auf UTA. Denn UTA verfügt über einen österreichweit tätigen Qualitätsvertrieb mit hoher Beratungskompetenz und kann gemeinsam mit netway die gesamte Palette hochwertiger Telekom-munikations- und eBusiness-Services offerieren. In diesem Jahr soll durch gezielte Partnerschaften mit renommierten IT-Anbietern das Service-Portfolio weiter ausgebaut und UTA als Komplettanbieter von Telekommunikations- und IT-Services positioniert werden.

Breitband-Internet als Fokus bei Privatkunden

Im Privatkundenbereich ist UTA der erfolgreichste neue Anbieter von Festnetz- und Internetservices. Strategische Ziele in diesem Jahr sind im Telefoniebereich die Fokussierung auf Carrier Preselection (Voreinstellung der Betreibervorwahl) und die noch stärkere Positionierung als Internet Service Provider. Dazu wird insbesondere auch die unkonventionelle und originelle neue Werbekampagne beitragen, die UTA deutlich vom Mitbewerb abhebt. Unter dem Motto "UTA schmeckt einfach besser" werden die Services in den drei Produktfamilien ADSL Wild Cherry, Easy Internet Lemon und Festnetz Green Apple vermarktet.

Im Breitbandbereich strebt UTA die Verdreifachung der ADSL-Kunden (ADSL Wild Cherry) an und bietet neue ADSL-Varianten für jeden Bedarf. So ist ADSL Wild Cherry bereits in zwei Ausstattungsvarianten, drei Highspeed-Varianten (512/64 kbit/s, 256/256 und 512/256 Download/Upload) und zwei Datentransfer-Varianten (1 GB und 3 GB Datentransfervolumen/Monat als Fixpreis) am Markt erhältlich.

Expansion in die Nachbarländer

Im Carrier-Bereich setzt UTA die Expansion in die östlichen Nachbarländer konsequent fort. Im letzten Jahr wurden wie geplant die zwei Tochtergesellschaften in Prag und Bratislava eröffnet, Budapest folgt in diesem Jahr. Damit können Carrier, Internet Service Provider und österreichische Unternehmen mit eigenen Nie-derlassungen in diesen Ländern direkt von UTA betreut werden. Die Vorteile für die Kunden sind höchste Ausfallsicherheit durch redundante Netzanbindungen, garantierte Qualität (SLA"s) durch eigenes Netzwerkmanagement und die schnellere und einfachere Abwicklung für die Kunden.

Neue EU-Richtlinie eröffnet Chance auf Stärkung des Wettbewerbs

"Wir haben intern alle Voraussetzungen geschaffen, um am Markt erfolgreich zu bestehen und unsere Vorreiterrolle bei der Telekom-Liberalisierung auch weiterhin wahrzunehmen. Nun liegt es an der Politik und am Regulator die entsprechenden Rahmenbedingungen zu erhalten und bestehende Defizite auszuräumen, um effizienten Wettbewerb im Telekom-Bereich zu gewährleisten", forderte Schwertner unmissverständlich. Insbesondere das New Regulatory Framework der EU, das Österreich umsetzen muss, biete die einmalige Chance dazu.

Als zentrale Forderung nannte Schwertner die Erweiterung der Kompetenzen der Regulierungsbehörde: So soll sie nicht nur Auflagen für Marktbeherrscher erteilen können, sondern auch selbst die Vorlage von Urkunden mittels empfindlicher Beugestrafen erzwingen können und Wettbewerbsverstöße neben dem Kartellgericht auch selbst ahnden können. Weiters sollten die Bescheide der Regulierungsbehörde als Sachver-ständigengutachten vor dem Kartellgericht gelten, was die Kartellverfahren deutlich verkürzen könnte. Darüber hinaus wiederholte Schwertner seine Forderungen nach einer effizienten Wettbewerbsaufsicht mit wirksameren Sanktionen gegen Verstöße und die drastische Verkürzung der Verfahrensdauer im Rahmen der Novelle zum Kartellgesetz. Der Forderung der Telekom Austria nach Abschaffung der sogenannten ex ante Regulierung erteilte Schwertner eine klare Absage: "Dies würde uns in die Steinzeit der Telekom-Liberalisierung zurückwerfen und ein neues Monopol mit all seinen negativen Begleiterscheinungen wieder entstehen lassen."

Die UTA-Gruppe ist Österreichs Unternehmensgruppe für Kommunikation und eBusiness. Mit den operativen Gesellschaften UTA Telekom AG und ihrer 100 Prozent Tochter Netway Communications AG deckt die Gruppe die Bereiche Telefonie, Internet, Datenservices und eBusiness ab und steht für die neue Qualität der Kommunikation. Die UTA-Gruppe erzielte 2001 einen Umsatz in der Höhe von 234,8 Mio. Euro und beschäftigt 640 MitarbeiterInnen. Per Ende Dezember 2001 vertrauten 415.000 Telefonie- und 305.000 Internet-Kunden auf die Services von UTA. Für Rückfragen: UTA Corporate Communications, Martin Halama, Tel.: (01) 9009-3030 bzw. eMail: martin.halama@uta.at.

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