Ettl: Richtlinie über Wertpapierprospekte muss bessere Überschaubarkeit und Einschätzbarkeit für Anleger bringen

Wien (SK) "Ein einheitlicher Finanzmarkt soll nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft erhöhen und die Kapitalaufnahme für Unternehmen verbilligen, sondern auch mehr Sicherheit und Qualität für die Käufer von Wertpapieren bringen. Das gilt gleichermaßen für Groß- und Kleinanleger", erklärte der SPÖ-Europaabgeordnete Harald Ettl Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. "Verfälschte Aktienbeschreibungen wie bei Enron oder Maxwell ruinieren nicht nur deren Anleger, sondern auch das Vertrauen in den Kapitalmarkt", so Ettl. ****

Die europäische Prospektpflicht für die Darstellung der Finanzprodukte mit jährlicher Aktualisierung der Unternehmensdaten sei daher "ein wesentliches Qualitätserfordernis für den Finanzmarkt", stellte Ettl klar.

Kleinanleger hätten ein "Recht auf Gleichbehandlung"; die Bündelung von Zuständigkeiten bei der Behörde des Herkunftsmitgliedsstaates solle die Kontrolle und den Rechtszugang erleichtern, forderte Ettl.

"Ab welcher Größenordnung die Finanzprodukte von der Prospektpflicht erfasst werden, das wird Streitpunkt der parlamentarischen Auseinandersetzung in einem mehrstufigen Verfahren sein", so Ettl.

Die besondere Bedeutung der Klein- und Mittelbetriebe für die Beschäftigungssituation am Arbeitsmarkt verlange rasch nach einem erleichterten Zugang zu den Kapitalmärkten und damit nach einer bevorzugten Behandlung bei der Prospektpflicht. "Mit der Bündelung dieser Maßnahmen soll zumindest ansatzweise Ausgewogenheit auf den europäischen Finanzmärkten erzielbar sein", schloss Ettl. (Schluss) ml/mm

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