"Kleine Zeitung" Kommentar: "Tiroler Lotto" (von Claus Albertani)

Ausgabe vom 11.3.2002

Graz (OTS) - Zu rassistischen Äußerungen wie "Tiroler sind ein zerstrittenes Volk" wollen wir uns keinesfalls hinreißen lassen. Aber es ist schon schwer zu verstehen, was in diesem Alpenland politisch derzeit abläuft:

Alle drei größeren Parteien - die ÖVP genauso wie die traditionell brustschwache SPÖ und ebenso die aufmüpfige FPÖ - sind intern völlig zerstritten, ein Parteiobmann nach dem anderen wird entweder ausgeschlossen, politisch umgebracht oder schlicht abgewählt.

Obwohl die Landtagswahl vermutlich auf das kommende Jahr vorverlegt wird, ist längst nicht gesichert, wer jeweils als Spitzenkandidat antreten wird. Es gibt höchstens "momentane Favoriten", aber auch anderes ist denkbar: Die Tiroler Parteien als große Lottogesellschaften - "Alles ist möglich".

In allen Parteien der Welt kommt es immer wieder zu kleineren oder größeren "Mördereien", das ist ein Wesensmerkmal der Politik - wenn es um Macht und Pfründe geht, wird gekämpft.

Dass Derartiges aber alle Tiroler Parteien gleichzeitig trifft, kann nur auf einen Virus zurückgeführt werden - ansteckende Dummheit. ****

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