Klestil und Leitl treffen iranischen Staatspräsident Khatami am 12.3. in der WKÖ

Österreichische Exporte erreichten 2001 Rekordwert von über 250 Mio Euro - Steigerung um 50 Prozent

Wien (PWK176) - Gemeinsam werden Bundespräsident Thomas Klestil
und WKÖ-Präsident Christoph Leitl am Dienstag Irans Staatspräsident Khatami in der Wirtschaftskammer Österreich begrüßen. "Im Vorjahr haben die österreichischen Exporte in den Iran erstmals bei einer Steigerung um 50 % die 250 Mio Euro-Grenze überstiegen. Mit diesem Rekordwert wird der Iran zu den wichtigsten überseeischen Märkten der österreichischen Exportwirtschaft", stellt Leitl anlässlich des bevorstehenden Staatsbesuches fest. "Die österreichischen Exporteure haben von den guten politischen Beziehungen, die in einer regen Besuchsdiplomatie ihren Ausdruck finden, profitiert. Auch diesen Staatsbesuch werden österreichische Unternehmen für neue Liefer- und Kooperationsverträge mit iranischen Partnern beim iranisch-österreichischen Wirtschaftsforum nützen."

Nach dem Einbruch der Erdölpreise in den Jahren 1997/98 profitierte vor allem die erdölabhängige Wirtschaft von dem Wiederanstieg der Preise. Das Wirtschaftswachstum stieg von 2,4 auf 5,9 %. "Gerade Präsident Khatami bemühte sich, das Land aus der selbstauferlegten Isolation während der postrevolutionären Zeit herauszuführen", lobt Leitl die Bemühungen Khatamis. Die von ihm eingeleiteten Wirtschaftsreformen erlauben westlichen Unternehmen wieder Erdöl- und Erdgas-Förderprojekte. Bedeutende Explorations- und Entwicklungsprojekte wurden vornehmlich mit europäischen Unternehmen abgeschlossen, da sich die USA durch die verhängten Sanktionen bisher selbst ausgeschlossen hat.

Zahlreiche Abkommen und Vereinbarungen auf staatlicher Ebene sowie die positive Haltung der Österreichischen Kontrollbank sind Folgen ausgeprägter Besuchsdiplomatie, durch die österreichische Exporteure ausgezeichnete Rahmenbedingungen vorfinden. Jährlich finden Gemischte Wirtschaftskommissionen auf Ministerebene statt. Ein Investitionsschutzabkommen, das noch der Zustimmung der
Parlamente bedarf, wurde ausverhandelt. Das Doppelbesteuerungsabkommen und das Zoll-Kooperationsabkommen werden anlässlich des aktuellen Staatsbesuches unterzeichnet.

Traditioneller Schwerpunkt der österreichischen Exporteure ist der ehrgeizige und langfristige Ausbau der elektrischen Energie, einhergehend mit der Errichtung von Staudämmen und Wasserstollen. "Das Marktpotential bei Infrastrukturprojekten im Iran bewegt sich in Milliarden(Euro)Höhe", macht Leitl aufmerksam, "und es bestehen ausgezeichnete Chancen, dass Österreichs Unternehmen dabei zum Zug kommen." Beim Ausbau des iranischen Stahlsektors und auf dem Eisenbahnsektor ist Österreich massiv engagiert. Auf dem Umweltsektor arbeiten österreichische Firmen mit der lokalen Autoindustrie und Umweltbehörde zusammen, um die verheerende Luftverschmutzung zu kontrollieren. Ein einfaches aber marktgerechtes Müllverwertungskonzept wurde für die Stadt Kermanshah konzipiert und ein österreichisches Erdöl-Entwicklungsprojekt ist im Laufen. Ebenfalls großes Marktpotential ist im Bereich Wassermanagement sowie im Bereich der Verkehrsinfrastruktur. (pt)

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