ORF-Generaldirektorin Dr. Monika Lindner verabschiedet Dr. Jochum, Dr. Leopoldseder und August Rinner

Abschiedscocktail vor Freunden und Wegbegleitern

Wien (OTS) - Freunde und Weggefährten fanden sich in großer Zahl im ORF-Atrium ein, wo ORF-Generaldirektorin Dr. Monika Lindner am Freitag, dem 8. März 2002, zum "Abschiedscocktail für drei verdienstvolle leitende Manager des ORF" geladen hatte. Dem ehemaligen Hörfunkintendanten Dr. Manfred Jochum, dem ehemaligen Informationsintendanten Dr. Hannes Leopoldseder und dem ehemaligen Film- und Serienchef August Rinner dankte die Generaldirektorin für Ihre "überaus erfolgreiche Arbeit im ORF". Dr. Lindner: "Manfred Jochum - "der Philosoph" - hat die Wissenschaft publizistisch aus dem Elfenbeinturm geführt und später als Hörfunkintendant entscheidend zum Erfolg der ORF Radios in einem kompetitiven Wettbewerb beigetragen. Hannes Leopoldseder ist als ‚Vater der elektronischen Kunst' und innovativer, zukunftsorientierter Landes-bzw. Informationsintendant zuletzt auch mit dem Bau des neuen Newsrooms in die ORF-Geschichte eingegangen. August Rinner wiederum ist Synonym für Verhandlungsgeschick und strategisches Talent, mit dem er den ORF-Zuschauern wertvolle Filmpakete sicherte."

Manfred Jochum, in dessen Amtszeit sich die Hörfunkprogramme des ORF trotz quantitativ zunehmender Konkurrenz durch Kommerzsender auf höchsten Marktanteilen etablieren konnten, zeigte sich "stolz darauf, dass Ö3, Österreich 1 und FM 4 heute mehr Hörerinnen und Hörer haben als je zuvor und das bei ständig wachsendem Wettbewerb der Radiobetreiber. Es waren erfüllte und spannende Berufsjahre."

Hannes Leopoldseder, der mit dem Bau des neuen Newsrooms die ORF-Information fit für das 21. Jahrhunderts gemacht hat, sprach vom "Abenteuer ORF, das ich geliebt habe. 24 Jahre als Landesintendant haben es mir möglich gemacht, in einer Region etwas zu bewirken. Als Informationsintendant war die zukunftsorientierte Entwicklung der ORF-Information mein allerhöchstes Anliegen."

Für August Rinner, der zuletzt nach Vertragsabschlüssen mit Hollywood Majors dem ORF-Publikum Spitzenfilme bis ins Jahr 2006 sichern konnte, war es "ein komisches Gefühl nach 30 Jahren im ORF plötzlich als Mann der Konkurrenz in ein Haus zurück zu kehren, dem ich im Herzen immer verbunden sein werde."

Dem Anlass entsprechend groß war die Dichte an prominenten Gästen, angeführt vom ehemaligen Generalintendant Dr. Otto Oberhammer, Caritas Präsident Franz Küberl, dem ehemaligen ORF-Kuratoriumsvorsitzenden Siegbert Metelko, dem ehemaligen stellvertretenden Vorsitzenden des ORF-Kuratoriums Dr. Kurt Mazanek, dem ehemaligen HSV-Vorsitzenden Hans Matzenauer, dem ehemaligen ORF-Kurator Josef Kalina, den ehemaligen ORF-Generalsekretären Kurt Bergmann und Andreas Rudas, der ORF-Geschäftsführung mit Informationsdirektor Gerhard Draxler, Programmdirektor Dr. Reinhard Scolik, Hörfunkdirektor Mag. Kurt Rammerstorfer und dem Kaufmännischen Direktor Dr. Alexander Wrabetz, den ORF-Landesdirektoren Dr. Brigitte Wolf, Karlheinz Papst und Norbert Gollinger, dem ORF-Hauptabteilungsleiter Planung und Koordination Wolfgang Lorenz, ORF-Enterprise Geschäftsführerin Sissy Mayerhoffer, ORF ON-Chef Franz Manola, ORF-Chefredakteur Dr. Robert Stoppacher, "ZiB 2" und "ZiB 3"-Chef Dr. Roland Adrowitzer, Prof. Marcel Prawy, Prof. Paul Lendvai, den Filmproduzenten Michael Wolkenstein, Wulf Flemming und Wolfgang Rest, Dr. Thomas Oliva von der Industriellenvereinigung und viele mehr.

Dr. Manfred Jochum, geboren am 21. April 1942 in Wien, war seit 1992 Leiter der Radio-Hauptabteilung Gesellschaft, Bildung, Wissenschaft und seit
1997 Wissenschaftssprecher des ORF (Radio und Fernsehen), ehe er 1998 zum Hörfunkintendanten bestellt wurde. In der von ihm auch nach der Wahl ausgeübten Funktion des ORF-Wissenschaftssprechers ist er auch Organisator der Zukunftssymposien im Wiener RadioKulturhaus. Nach der Reifeprüfung für das Lehramt an Volksschulen war Jochum als Sozialpädagoge tätig, daneben studierte er Erziehungswissenschaft, Psychologie und Geschichte an der Universität Wien, wo er auch in Lehre und Forschung wirkte. 1974 bis 1976 war Jochum Referent für Erwachsenenbildung im Bundesministerium für Unterricht und Kunst, 1976 wechselte er zum ORF-Radio, wo er ab 1982 für Aufbau und Leitung des "Radiokollegs" verantwortlich war. 1987 bis 1991 war der Autor zahlreicher Radiodokumentationen und Publikationen zur Sozialgeschichte der Ersten und Zweiten Republik, zu sozial-, medien- und bildungspolitischen Fragen, Mitherausgeber der "Medienkoffer zur Zeitgeschichte" III und IV sowie ständiger Mitarbeiter an den Hugo-Portisch-ORF-TV-Dokumentationen "Österreich I", "Österreich II" und "Hört die Signale"-Lehrbeauftragter für Medienpädagogik an der Universität Wien. Dr. Jochum ist Inhaber zahlreicher Auszeichnungen (Förderungspreis zur Pädagogik der Gegenwart, 1972, Staatspreis für Wissenschaftspublizistik, 1982, Hans-Czermak-Preis der Wiener Volksbildung, 1992, Preis der Stadt Wien für Volksbildung, 1996).

Dr. Hannes Leopoldseder, geboren am 27. März 1940 in St. Leonhard (Oberösterreich), gehörte dem ORF seit 1967 an. Nach dem Studium der deutschen und englischen Literaturwissenschaft und der Promotion 1964 an der Universität Wien war Leopoldseder von 1965 bis 1967 Lektor im Wiener Domverlag und freier Journalist. 1967 begann er seine ORF-Laufbahn als innenpolitischer Fachredakteur im Aktuellen Dienst Fernsehen. 1971 bis 1973 war Dr. Leopoldseder stellvertretender Leiter der ORF-TV-Hauptabteilung Politik und Zeitgeschehen und leitender Redakteur des politischen Fernsehmagazins "Querschnitte", 1974 Ressortleiter der innenpolitischen Redaktion des Aktuellen Dienstes sowie Leiter des bildungspolitischen TV-Magazins "Rede und Antwort". Seit Oktober 1974 war Dr. Leopoldseder Landesintendant des ORF-Landesstudios Oberösterreich. Bei seiner Bestellung war er der jüngste, danach mit insgesamt sechs Funktionsperioden der am längsten amtierende Landesintendant. Dr. Leopoldseder war u. a. Mitbegründer der Ars Electronica und Initiator der Linzer Klangwolke, Projektleiter des ORF-Konzepts zur Einführung des Lokalfernsehens, Begründer des Prix Ars Electronica, Vorsitzender des Landeskulturbeirates für Oberösterreich, Initiator und stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats des Ars Electronica Center in Linz. Leopoldseder, seit Mai 1976 Präsident des Oberösterreichischen Presseclubs, ist Inhaber zahlreicher Auszeichnungen (Dr.-Karl-Renner-Preis für Publizistik 1971, Preis des Theodor-Körner-Stiftungsfonds zur Förderung von Wissenschaft und Kunst 1974, Verdienstmedaille der Stadt Linz für Kunst, Kultur und Wissenschaft 1982, Goldener Ehrenring der Stadt Linz 1982, Berufstitel Professor 1995, Kulturmedaille des Landes Oberösterreich 1996).

August Rinner war seit Februar 1970 im ORF beschäftigt. 1979 wurde Rinner Leiter der Abteilung Haus- und Liegenschaftsverwaltung. 1986 wechselte er als Programmwirtschaftlicher Leiter in den Programmbereich. Seit 1988 hatte er diese Position in der Hauptabteilung "Film und Serien" inne. Mit dem Antritt von Generalintendant Gerhard Zeiler im Oktober 1994 wurde Rinner Programmwirtschaftlicher Leiter und Ressortleiter der Redaktion Film. Zu seinen größten Erfolgen zählt er den Ankauf bzw. Einsatz von Megahits wie "Jurassic Park", "Pretty Woman", "Twister", "Independence Day" und "Leaving Las Vegas" und von Filmereignissen wie "Stalingrad" und "Schindlers Liste". Rinners Lieblingsregisseure sind Robert Altman, Billy Wilder und Steven Spielberg. Seit August 1997 ist August Rinner Leiter der Hauptabteilung "Film und Serien".

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