"profil": UN-Botschafter missachtete Weisung

Drohung gegen UNO mit Ferrero-Waldner abgesprochen?

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, gibt es in der Affäre um den wegen Folterverdachts aus dem Kosovo zurückgeholten österreichischen UN-Polizisten Hinweise, dass Gerhard Pfanzelter, UN-Botschafter in New York, sich nicht an die Weisung des Außenministeriums gehalten hat.

"profil" zitiert aus der schriftlichen Weisung des für die UNO zuständigen Spitzenbeamten Walter Lichem. Derzufolge sollte Pfanzelter lediglich darauf hinweisen, dass sich der verdächtige Beamte vor der österreichischen Justiz verantworten müsse und Wien kein Interesse an einer "Beeinträchtigung des Ansehens der UN-Polizeikontingente hat". Das von Pfanzelter an UN-Generalsekretär Kofi Annan geschickte Schreiben übertraf die vorgegebene Sprachregelung deutlich.

Laut "profil" soll Pfanzelter die Drohung, die Behandlung des Falls könnte die österreichische Beteiligung an künftigen UN-Friedensmissionen in Frage stellen, nicht eigenmächtig, sondern nach Rücksprache mit Außenministerin Benita Ferrero-Waldner in das Schreiben aufgenommen haben.

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"profil"-Redaktion

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