Steibl: Regierung zeigt mit Einigung auf Familienhospizkarenz soziale Kompetenz

Fasslabend: ÖAAB-Forderung umgesetzt - Steibl war politische Initiatorin

Wien, 08. März 2002 (ÖAAB-PD) Mit der Einigung auf die Familienhospizkarenz zeigt die Regierung soziale Kompetenz, sagte heute, Freitag, ÖAAB-Bundesobmann-Stellvertreterin, ÖVP-Familiensprecherin, Ridi Steibl. Die Familienhospizkarenz mache es möglich, die Berufstätigkeit zur Pflege schwerkranker Angehöriger zu unterbrechen, ohne ins soziale Nichts zu fallen. Der ÖAAB habe die Karenz zur Betreuung sterbender Angehöriger als erster in der Öffentlichkeit zur Sprache gebracht und deren Umsetzung gefordert. "Daß dies nun gelungen ist, ist in erster Linie Ridi Steibl zu verdanken, die die politische Initiative zur Einführung der Sterbebegleitungskarenz, die jetzt als Familienhospizkarenz umgesetzt wird, ergriffen hat", sagte ÖAAB-Bundesobmann Dr. Werner Fasslabend. ****

Menschliche Nähe und die Hilfe der Angehörigen wird wenn Angehörige sterben mehr als sonst benötigt. "Wer bisher sterbende Angehörige pflegen wollte, hatte dafür weder eine soziale Absicherung noch eine Garantie, daß er seinen Job in dieser Zeit nicht verliert. Denn mit der bisherigen Möglichkeit, eine Woche Pflegefreistellung zu erhalten, fand man in diesen Fällen nicht das Auslangen.

"Die Möglichkeit, sich zur Pflege sterbender Angehöriger über die bestehenden arbeitsrechtlichen Regelungen hinaus karenzieren zu lassen, stellt daher einen wichtigen humanitären Fortschritt dar", sagte Steibl. Dabei habe man ein Modell gewählt, das sich "bewußt gegen als Gegenmodell zu der in den Niederlanden praktizierten aktiven Sterbehilfe" verstehe. Mit der Pflegefreistellung bis zu insgesamt sechs Monaten, in denen der karenzierte Arbeitnehmer nicht gekündigt werden darf und auch sozialrechtlich abgesichert ist, habe die Regierung ein deutliches Zeichen ihrer sozialen Handlungsfähigkeit gesetzt, so Steibl.
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