Neue innovative Einrichtung im Kaiser-Franz-Josef-Spital

Brustambulanzzentrum vereint Vorsorge, Diagnose und Behandlung an einem Ort

Wien, (OTS) Am Freitag eröffnete Wiens Gesundheitsstadträtin Prim. Dr. Elisabeth Pittermann-Höcker im Beisein von Hermine Mospointer, Bezirksvorsteherin des 10. Bezirks, das Mammazentrum im Kaiser-Franz-Josef-Spital des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV).

Durch die Errichtung dieses innovativen Brustambulanzzentrums wird das zeitaufwändige und belastende "Herumschicken" der Patientinnen zu verschiedenen Ambulanzen oder Untersuchungsstellen vermieden. Auf insgesamt 200 m² können sowohl Basis- als auch Zusatzuntersuchungen durchgeführt, kleine Eingriffe rasch erledigt und bei Bedarf auch umgehend Behandlungs- und OP-Termine vereinbart werden. Das Mammazentrum beinhaltet die Brustambulanzen der Gynäkologischen und Chirurgischen Abteilung sowie eine plastisch-chirurgische Betreuung und die bildgebenden Einrichtungen wie Mammographie oder Ultraschalldiagnostik.****

Früherkennung bietet große Heilungschancen bei Brustkrebs

Die alarmierende Tatsache, dass jede neunte Frau in Österreich im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs erkrankt, andererseits aber große Heilungschancen bei Früherkennung bestehen, veranlasste das Kaiser-Franz-Josef-Spital, eine Initiative in fachlicher, organisatorischer und neuester medizintechnischer Hinsicht zu setzen. Das Ergebnis ist ein funktionell geplantes, ambulantes, klinisch-radiologisch-diagnostisches Mammazentrum, das im Zentralröntgeninstitut des Spitals angesiedelt ist.

Interdisziplinäres Team im Mammazentrum

Alle Untersuchungen werden prinzipiell von zwei erfahrenen Ärzten beurteilt. Bei auswärtigen Zuweisungen wird vor jeder Stellungnahme bzw. jedem Eingriff eine unvoreingenommene Zweitmeinung erstellt. Das Mammateam des Brustambulanzzentrums besteht aus Ärzten und Ärztinnen der Gynäkologie, Chirurgie, Radiologie und Pathologie und wird von kompetenten Pflegepersonen sowie Radiologisch-Technischen-Assistentinnen unterstützt.

Mammotomieanlage mit geringer Strahlenbelastung

Um auch medizintechnisch am neuesten Stand zu sein, wurde eigens für die Errichtung des Mammazentrums ein digitales stereotaktisches Mammabiopsiegerät angeschafft. Damit kann eine weitgehend schmerzfreie sowie strahlensparende Abklärung von in der Mammographie ersichtlichen unklaren oder verdächtigen Veränderungen erfolgen. Gewebeproben werden umgehend im hauseigenen Pathologisch-bakteriologischen Institut untersucht. Sobald Ergebnisse vorliegen, werden diese im Mammazentrum mit allfälligen Therapieempfehlungen gemeinsam mit den Patientinnen besprochen.

Knochendichtemessung zur Früherkennung von Osteoporose

Die verschiedenen Knochendichtemessmethoden wurden um die neueste Technologie, die so genannte DEXA-Knochendichtemessung, erweitert. Die Plazierung dieser Anlage im neuen Mammazentrum ist insoferne zielführend, da vorwiegend Frauen von der Osteoporose betroffen sind und - ähnlich wie beim Mammacarcinom - die Frühdiagnose und rechtzeitige Therapie operative Behandlungen und irreparable Gesundheitsschäden verhindern kann.

800.000 Euro für neues Mammazentrum

Insgesamt wurden vom KAV für die Errichtung des Brustambulanzzentrums fast 800.000 Euro (elf Millionen Schilling) investiert. Davon flossen 436.000 Euro (sechs Millionen Schilling) in medizintechnische Einrichtungen, 363.000 Euro (fünf Millionen Schilling) wurden für bauliche Zwecke bereitgestellt.

Weitere Informationen:

o Kaiser-Franz-Josef-Spital: www.health.magwien.gv.at/kav/kfj/ (Schluss) bw

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