• 08.03.2002, 14:31:19
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VSStÖ: Universitäten so frei wie ein Galeerensklave

Wien (SK) Der Verband Sozialistischer StudentInnen übt scharfe Kritik
an den Aussagen der Regierungsspitze zur Universitätsreform.
VSStÖ-Bundesvorsitzende Eva Schiessl am Freitag gegenüber dem
Pressedienst der SPÖ: "Mit dieser Reform werden die Universitäten
frei wie ein Galeerensklave. Die monatliche Zuweisung des Budgets und
der direkte Einfluss der Ministerin auf den Universitätsrat, über den
in die Uni hineinregiert werden kann, die Zerstörung demokratischer
Strukturen: Das alles bringt mehr Abhängigkeit vom Ministerium statt
Autonomie", verweist Schiessl auf einschlägige Stellungnahmen
verschiedenster universitärer Gruppen. ****

"Bundeskanzler Schüssel will die Universitäten zu 'Wall Streets des
Wissens' umgestalten. Was soll das bedeuten? Dass an den Unis in
Zukunft Spekulation und Unsicherheit vorherrschen?", fragt sich
Schiessl. Ebenso dubios Schüssels Aussagen über die Vereinfachung,
die mit der Reduktion der Paragrafen argumentiert wird. "Schüssel
verwechselt hier wohl Quantität mit Qualität. Nicht die Anzahl der
Paragrafen ist wichtig für eine Universitätsreform, sondern deren
Inhalt, die Klarheit der Regelungen und die Rechtssicherheit für die
an der Uni Arbeitenden", so Schiessl.

"Die Zerschlagung der universitären Demokratie, die de-facto
Abschaffung der Uni als Selbstverwaltungskörper und die Kahlschlag im
Studienrecht machen die blauschwarze sogenannte Uni-Reform für die
Studierenden unannehmbar", stellt der VSStÖ klar. (Schluss) nf/mm

Für Rückfragen steht Ihnen VSStÖ-Pressesprecher Dominik Gries unter
(01) 526 89 86 gerne zur Verfügung.

Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ

Tel.: 01/53427-275

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