Die Ungarischen Nationalparks - Teil 3: Nationalpark Balaton-Oberland

Wien (OTS) - Der Nationalpark nördlich des Balaton ist das älteste Landschaftsschutzgebiet Ungarns und umfaßt das nördliche Hinterland des Sees mit dem Bakony-Gebirge, den Keszthely-Bergen, aber auch das Vogelreservat des Kleinen Balaton (Kis-Balaton). Die Landschaftsformen sind vielfältig, waldreiche Gebirge, vulkanische Basaltkegel wie jene von Badacsony, Steppen, Moore und Wiesen aber auch Steinmeere und ausgedehnte Höhlensysteme wie jene von Tapolca mit dem "Grottensee", die eine der größten Natur-Sehenswürdigkeiten der Region ist.

Das gesamte Gebiet ist mit seinen bizarren Felsformationen und Becken ein eiszeitliches Relikt, entsprechend gibt es auch unter den Pflanzen einige seltene Überreste aus dieser Periode, wie etwa die Mehlprimel, der Pelzfarn oder der Ungarische Bergfenchel. Ansonsten zeigt die Flora überwiegend Vertreter der pannonischen Region und des Balkans. Einige Besonderheiten sind dabei der Wollige Fingerhut oder die Orientalische Gemswurz. Die Tierwelt umfaßt etwa 100 geschützte Arten, wie die Zwergohreule, und knapp 250 Vogelarten am Kis Balaton, von denen 27 Arten streng geschützt sind, darunter die Weißbartschwalbe und der Rallenreiher.
Landschaftliche besonders ansprechend sind die Basaltorgeln des Szent-György-Berges und die Vulkankegel von Badacsony. Hier, in den Bergen von Badacsony zeugen alte Kelterhäuser und Kirchlein von der uralten Weinkultur der Region, die bis heute eine der wichtigsten Weingegenden Ungarns ist. Der hiesige Weißwein, durch die besondere Sonneneinstrahlung infolge der Reflexion durch den See, ist weltberühmt.
Eines der eindrucksvollsten Naturdenkmäler des Nationalparks ist das Káli-Becken mit seinem Steinernen Meer, einer einzigartigen eiszeitlichen Formation. Hier findet man das Naturschutzgehöft Salföld, in dem man bis heute die altungarischen Haustierrassen wie Büffel, Graurinder und Zackelschafe bewundern kann.
Eine wahre Fundgrube von Naturschätzen bildet auch die Halbinsel Tihany, bekannt für ihre großartige Benediktinerabtei. Auf ihrem Basalttuffboden wachsen mediterrane Pflanzenfamilien, wie Flaumeichen und Perückensträucher, aber vor allem der herrlich duftende, tiefblaue Lavendel. Der erste Lehrpfad Ungarns quer über die Halbinsel macht vor allem mit den geologischen und botanischen Besonderheiten vertraut. Zweisprachige Schautafeln leiten den Wanderer.

Der Nationalpark grenzt im Süden direkt an die Uferzone des größten Steppensees Europas, an dessen Nordufer es trotz Tourismus noch unverbaute Schilfschutzzonen gibt. Die Verwaltungen des Nationalparks und der Ufergemeinden leisten hervorragende Arbeit, Tourismus und Naturschutz in Einklang zu bringen. Dadurch ist der Nationalpark auch ein beliebtes Ausflugsziel für Badeurlauber, die nicht nur am Strand liegen möchten. Auf geführten Wanderwegen oder auch im Rahmen organisierter Touren kann man die Schönheiten des Balatoner Oberlandes in seiner faszinierenden Vielfältigkeit und Schönheit kennenlernen, oftmals mit überraschendem Panorama-Ausblick über den See.

Informationen: Direktion Nationalpark Balaton-Oberland. H-8200 Veszprém, Vár út 31. Tel./Fax 0036/88/427855, e-mail:
bfnpi@elender.hu, Internet: www.bfnpi.hu

Rückfragen & Kontakt:

Ungarisches Tourismusamt
A-1010 Wien, Opernring 5
Tel. 01/585 20 12-13, Fax 01/585 20 12-15
ungarn@ungarn-tourismus.at
Internet: http://www.hungarytourism.hu, http://www.travelport.hu

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | HUN/HUN/OTS