Fasslabend: Abfertigung Neu - Systemumstellung voll gelungen

Fink: Jahrelanges Ringen hat sich gelohnt - ÖAAB-Modell hat sich durchgesetzt

Wien, 08. März 2002 (ÖAAB-PD) Der ÖAAB begrüßt die Einigung der Regierung zur Umsetzung der Abfertigung Neu. Damit ist die Systemumstellung im Abfertigungsrecht voll gelungen, sagte heute, Freitag, ÖAAB-Bundesobmann Dr. Werner Fasslabend. Mit der Neuregelung ist gewährleistet, daß Abfertigung Abfertigung bleibt und gleichzeitig die Möglichkeit zur Zusatzpension geboten wird. ****

Josef Fink, ÖVP-Arbeitsplatzsprecher und Initiator des Modells der Abfertigung Neu, das von der Regierung im wesentlichen übernommen wurde, freut sich: "Der jahrelange Kampf um eine neue Regelung im Abfertigungsrecht hat sich gelohnt. Sogar Wirtschaft und Gewerkschaft, die durch Jahre hindurch erklärte Gegner des ÖAAB-Modells waren, sind jetzt nicht nur für die Neuregelung, sie verkaufen sie auch als ihren Erfolg. Mit der Einigung der Regierung auf die Abfertigung Neu sei nun der Weg frei für deren rasche gesetzliche Umsetzung, mit der "eine der größten sozialpolitischen Weichenstellungen der 2. Republik Realität wird".

Zwei Punkte sieht Fasslabend als wesentlichsten Vorteil der Neuregelung. "Mit der Abfertigung Neu wurde die krasse Ungerechtigkeit des alten Systems beseitigt, in dem der Anspruch auf eine Abfertigung eher ein Glücksspiel war als ein Arbeitnehmerrecht".

Die Ungerechtigkeit des alten Systems seien beseitigt worden und in Zukunft werden alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Anspruch auf eine Abfertigung haben, unabhängig von der Beschäftigungsdauer. Damit sei es gelungen, auch jene, die in sehr kurzfristigen Arbeitsverhältnissen tätig sind, in das neue System einzubeziehen und so für mehr Fairneß und Gerechtigkeit zu sorgen. Der Anspruch auf Abfertigung gehe auch dann nicht verloren, wenn der Arbeitnehmer selbst kündigt, sondern bleibe in der Abfertigungskasse erhalten, wo er nach dem Rucksackprinzip zum nächsten Arbeitsplatz mitgenommen werden könne.

Der zweite wesentliche Vorteil bestehe in der Möglichkeit, die Abfertigung als Zusatzpension anzusparen und so als zweites Standbein der Altersvorsorge zu nutzen. "Damit ist die Abfertigung Neu auch im internationalen Vergleich das mit Abstand gelungenste System, weil es keinerlei Belastungen für die Arbeitnehmer bringt, aber einen enormen Schritt in Richtung besserer Absicherung; vor allem am Ende der Berufstätigkeit", so Fasslabend.

Mit der Einigung der Regierung auf die Umsetzung der Abfertigung Neu habe sich gezeigt, daß sich die "alemannische Sturheit" gelohnt habe, mit der Josef Fink seinem Modell der Abfertigung Neu zum Durchbruch verholfen habe. So würde heute von der Gewerkschaft sogar eine Bezeichnung für das neue Modell verwendet, die von dieser lange Zeit völlig abgelehnt wurde: das Rucksackmodell.

"Die FCG hat schon lange vor dem übrigen Gewerkschaftsbund die Notwendigkeit der Abfertigung Neu erkannt", betonte Fink. Der ÖGB sei letztlich nur auf den Zug aufgesprungen, weil er eingesehen habe, daß im Interesse der Arbeitnehmer an einer Neuregelung des Abfertigungsrechts kein Weg vorbeiführe.
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