Eder: Kanzler Schüssel soll ÖBB-Management ungehindert arbeiten lassen

Freier Zugang zum Schienennetz auch ohne Zerschlagung der ÖBB möglich

Wien (SK) Als "überflüssig und den Interessen der österreichischen Bundesbahnen abträglich" bezeichnete SPÖ-Verkehrssprecher Kurt Eder am Freitag den von den "Salzburger Nachrichten" kolportieren "Deal", den Kanzler Schüssel mit der EU-Verkehrskommissarin de Palacio abgeschlossen hat. Ein Abtausch zwischen der Verlängerung des Transitvertrages und der Spaltung der ÖBB in ein Verkehrsunternehmen und eine Schienengesellschaft ist für Eder nicht zulässig, da es sich um völlig unterschiedliche Materien handelt. Tatsache sei, dass in Österreich bereits derzeit Private Zugang zum Schienennetz haben, die erforderliche Deregulierung also bereits stattgefunden habe. "Die von Schüssel darüber hinaus forcierte Zerschlagung der ÖBB in verschiedene Geschäftsbereiche dient lediglich den Interessen des Wirtschaftsflügels der ÖVP aber nicht jenen der ÖBB", so Eder, der an Schüssel appellierte, das Management der Bundesbahnen ohne Einmischung und ohne das Abschließen von zweifelhaften Deals arbeiten zu lassen. ****

Eder erinnerte daran, dass sich die Deutschen Bundesbahnen auch gegen eine Zerschlagung entschieden hätten, der Wettbewerb auf der Schiene aber trotzdem in vollem Ausmaß stattfinde. Auch am Beispiel Deutschland wird klar, dass eine Öffnung des Schienennetzes für private Unternehmen ohne Trennung in einzelne Geschäftsbereiche möglich ist, so Eder abschließend. (Schluss) se

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

Pressedienst der SPÖ

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK/SPK