Tiroler SPÖ-Nationalräte kritisieren LH Weingartner: Schließung von 40 Postämtern kann keine gute Lösung sein

Wien (SK) Die Aussage von LH Wendelin Weingartner, man habe im Zuge der Schließung von 40 Poststellen in Tirol doch noch ein gutes Verhandlungsergebnis zusammengebracht, wird von den drei Tiroler SPÖ-NationalrätInnen Gisela Wurm, Erwin Niederwieser und Gerhard Reheis heftig kritisiert. "Das, was Weingartner hier als positives Verhandlungsergebnis verkauft, ist in Wahrheit kein Verhandlungsergebnis. Es ist schlicht und einfach das alte, von uns immer heftig kritisierte Postkonzept. Ich bin sehr unzufrieden und zutiefst enttäuscht. Die Schließung von 40 Postämtern in einem Bundesland als Erfolg zu verkaufen, ist schlichtweg eine Schmach!", unterstrich Niederwieser am Freitag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Für Gerhard Reheis ist die jetzt offenbar fixierte Postämterschließung ein weiteres Puzzleteil im schleichenden Prozess der Zerschlagung des ländlichen Raumes. "Hier kann und darf das letzte Wort noch nicht gesprochen sein. Wir werden uns weiter nach Kräften gegen diese Entscheidung wehren!", betont Reheis.

Gisela Wurm fühlt sich in ihrer Meinung bestätigt, dass die schwarz-blaue Regierung "Gewinne privatisiert und Verluste verstaatlicht - und das auf Kosten der Arbeitnehmer!"

Einzige positive Nachricht: Laut Karl-Heinz Vetter, Tiroler Chef der Fraktion Sozialistischer Gewerkschafter der Post, konnte erreicht werden, dass kein Postler seinen Arbeitsplatz verliert. Probleme entstünden vielen Beschäftigten jedoch z. B. durch beschwerliche längere Anfahrtszeiten zum neuen Arbeitsplatz. (Schluss) nf/mm

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