Sausgruber: "Bestätigung der erfolgreichen Energiepolitik"

Erste Bilanz der Strommarktöffnung aus Vorarlberger Sicht

Bregenz (VLK) - Rund fünf Monate nach der gänzlichen
Öffnung des österreichischen Strommarktes und auch in
Zusammenhang mit den Diskussionen über eine
"österreichische Stromlösung" zieht Landeshauptmann Herbert Sausgruber eine erste, erfolgreiche Bilanz: So haben im
Bereich der Haushalte und der Landwirtschaft nur rund 70
von insgesamt 122.000 Kunden der VKW den Rücken gekehrt,
bei den Geschäftskunden hat praktisch kein Vorarlberger
Unternehmen einen neuen Lieferanten gewählt. "Die
Vorarlberger Energiepolitik - strategische Partnerschaft
bei gleichzeitiger Eigenständigkeit - wurde damit
eindrucksvoll bestätigt", freut sich der Landeshauptmann.
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Für die Vorarlberger Haushalte fällt ein Vergleich der Gesamtstromrechnung günstig aus. Die heimischen
Energieproduzenten bieten im Österreichvergleich die
günstigsten Tarife an und brauchen auch keinen Blick über
die Grenzen hinaus zu scheuen, betont Landeshauptmann
Sausgruber: "Im Vergleich mit der Schweiz sind wir
billiger, in Deutschland können wir mit den billigsten Stromlieferanten mithalten."

Eigenständigkeit konnte gewahrt bleiben

Insgesamt haben sich VKW und die regionalen Versorger
Stadtwerke Feldkirch, Montafonerbahn AG und E-Werke
Frastanz im Wettbewerb sehr gut bewährt. Sausgruber: "Es
hat sich gezeigt, dass ein leistungsstarker regionaler
Anbieter wie die VKW auch im freien Strommarkt eigenständig bestehen kann. Besondere Vorteile sind neben den weiterhin vergleichsweise sehr günstigen Preisen ein ausgezeichneter Kundenservice, die Nähe zum Kunden, eine hohe
Verlässlichkeit und vor allem auch die heimische
Wasserkraft als dominierende Energiequelle." Das
Zusammenrücken mit den Illwerken und die Partnerschaft mit
der EnBW in energiewirtschaftlichen Angelegenheiten sind
weitere entscheidende Säulen.

Weniger als 0,5 Prozent der Kunden haben gewechselt

Die Zahlen im Detail: Es haben bisher im Bereich der
Haushalte und der Landwirtschaft bei der VKW nur ca. 70 von
über 122.000 Kunden einen neuen Lieferanten ausgewählt, das
sind weniger als 0,5 Prozent. Interne Berechnungen, so
Sausgruber, haben gezeigt, dass die Wechselkunden in vielen
Fällen gar keine Preisvorteile haben.

Bei den Geschäftskunden (vor allem Gewerbe,
Handelsbetriebe, Gastronomie) hat praktisch kein
Vorarlberger Unternehmen einen neuen Lieferanten gewählt. Sausgruber: "Bei den abgewanderten Geschäftskunden handelt
es sich um sogenannte Kettenkunden, das sind Filialen von österreichweit tätigen Unternehmen vor allem im Bereich der Handels- und Dienstleistungsbranche, die ihren Hauptsitz
außerhalb Vorarlbergs haben." Diese Handels- oder Dienstleistungsketten haben ihren Stromeinkauf bei einem
Lieferanten konzentriert.

Lieferausfälle durch Neukunden ausgeglichen

Durch eine selektive Aquisitionspolitik mit Direktmarketingmaßnahmen konnten in Österreich neue Kunden außerhalb des Vorarlberger Versorgungsgebietes dazu
gewonnen und dadurch die Lieferausfälle mehr als
ausgeglichen werden. Eine wichtige Zielgruppe sind hier die
in anderen Teilen Österreichs liegenden Standorte von
Vorarlberger Unternehmen.

Internationaler Stromhandel

Eine wichtige Basis für den wirtschaftlichen Erfolg des heimischen Energieproduzenten VKW ist die erfolgreiche
Tätigkeit im internationalen Stromhandel. "Die VKW nützt
hier als Nischenanbieter verstärkt die Möglichkeiten, die
sich vor allem im Zusammenhang mit der günstigen Wasserkraftsituation im Lande ergeben", betont
Landeshautpmann Sausgruber. Sowohl der mengenmäßige Umsatz
als auch die Erlöse konnten hier vor allem in den letzten
zwei Jahren beträchtlich gesteigert werden.
(so/tm,nvl)

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