• 08.03.2002, 10:57:25
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Grillitsch: Landwirt wird als Energielieferant immer wichtiger

Biomasseverwendung ist bester Beitrag zum Klimaschutz

Wels, 8. Februar 2002 (AIZ). - "Die Erreichung der Kyoto-Ziele ist
nur durch die Forcierung erneuerbarer Energieträger möglich. Die
österreichische Klimastrategie sieht dies auch vor. Wesentliche
Partner in der Umsetzung dieser großen Ziele sind Österreichs Land-
und Forstwirte", dies stellte heute Fritz Grillitsch, Präsident des
Österreichischen Bauernbundes, anlässlich der Eröffnung der
Energiesparmesse in Wels fest. "Über 200.000 Waldbauern in
Österreich stehen bereit und können noch wesentlich mehr Biomasse
zur energetischen Nutzung zur Verfügung stellen, als sie es bislang
schon getan haben. Derzeit werden 17% der österreichischen Haushalte
mit Holz beheizt", so Grillitsch. Die Verwendung von Holz in allen
Lebensbereichen sei der beste Beitrag zum Klimaschutz.

"Auch wenn Österreich ein Musterland in der Verwendung von Biomasse
ist, muss der eingeschlagene Weg konsequent fortgesetzt werden und
darf nicht darüber hinweg täuschen, dass die Weltenergieversorgung
insgesamt bei weitem nicht nachhaltig, also nicht umweltfreundlich
ist", gab Grillitsch zu bedenken.

Die nördlichen Industriestaaten, in denen weniger als ein Viertel
der Weltbevölkerung lebet, verbrauchen vier Fünftel des jährlichen
Weltenergiebedarfs. 79% der verbrauchten Energie kommen dabei von
fossilen Energieträgern, also Öl, Kohle, Gas und 7% von nuklearen
Energieträgern. Lediglich die verbleibenden 14% kommen von
erneuerbaren Energieträgern. "In Österreich wächst Energie in Form
von Holz regelrecht vor der Haustür. Neben dem beachtlichen
Umweltbeitrag ist durch die Forcierung der Biomasse auch mit sehr
positiven ökonomischen Auswirkungen zu rechnen: der Schaffung von
20.000 bis 25.000 neuen Arbeitsplätzen, zusätzlichen Investitionen,
sinkenden Energieausgaben und Mehreinnahmen für den Staat",
erläuterte Grillitsch.

Spezielle Förderungen für erneuerbare Energieträger notwendig

Nichtsdestotrotz seien weiterhin Maßnahmen und Initiativen dringend
gefragt, wie etwa die Verbesserung der wärmebezogenen Standards der
Länder für Gebäude, Förderungsprogramme der Länder für
Energiesparmaßnahmen im Wohnungsneubau und in der Sanierung sowie
spezielle Förderungen für erneuerbare Energieträger. Weiters sprach
sich der Präsident für günstige Einspeistarife und die
Abnahmepflicht für Ökostrom, ein Roadpricing für LKW ab 2003 sowie
für ein Energiesparprogramm für Bundesgebäude aus.

"Die Grundlagen dafür wurden durch die Biomasseförderung 2002
bereits geschaffen. Durch das Landwirtschafts- und Umweltministerium
wurden Förderschienen aufeinander abgestimmt, damit die
Fördereffizienz erhöht und die Sicherheit für Förderwerber weiter
ausgebaut", sagte Grillitsch. Für die Förderung von Biomasse wurden
im Ressortbudget mit EUR 35 Mio. so viele Mittel wie noch nie zur
Verfügung gestellt.
(Schluss)

Rückfragehinweis: AIZ - Agrarisches Informationszentrum, Pressedienst

Tel: 01/533-18-43, mailto:pressedienst@aiz.info
http://www.aiz.info
FAX: (01) 535-04-38

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