Grillitsch: Landwirt wird als Energielieferant immer wichtiger

Biomasseverwendung ist bester Beitrag zum Klimaschutz

Wels, 8. Februar 2002 (AIZ). - "Die Erreichung der Kyoto-Ziele ist nur durch die Forcierung erneuerbarer Energieträger möglich. Die österreichische Klimastrategie sieht dies auch vor. Wesentliche Partner in der Umsetzung dieser großen Ziele sind Österreichs Land-und Forstwirte", dies stellte heute Fritz Grillitsch, Präsident des Österreichischen Bauernbundes, anlässlich der Eröffnung der Energiesparmesse in Wels fest. "Über 200.000 Waldbauern in Österreich stehen bereit und können noch wesentlich mehr Biomasse zur energetischen Nutzung zur Verfügung stellen, als sie es bislang schon getan haben. Derzeit werden 17% der österreichischen Haushalte mit Holz beheizt", so Grillitsch. Die Verwendung von Holz in allen Lebensbereichen sei der beste Beitrag zum Klimaschutz.

"Auch wenn Österreich ein Musterland in der Verwendung von Biomasse ist, muss der eingeschlagene Weg konsequent fortgesetzt werden und darf nicht darüber hinweg täuschen, dass die Weltenergieversorgung insgesamt bei weitem nicht nachhaltig, also nicht umweltfreundlich ist", gab Grillitsch zu bedenken.

Die nördlichen Industriestaaten, in denen weniger als ein Viertel der Weltbevölkerung lebet, verbrauchen vier Fünftel des jährlichen Weltenergiebedarfs. 79% der verbrauchten Energie kommen dabei von fossilen Energieträgern, also Öl, Kohle, Gas und 7% von nuklearen Energieträgern. Lediglich die verbleibenden 14% kommen von erneuerbaren Energieträgern. "In Österreich wächst Energie in Form von Holz regelrecht vor der Haustür. Neben dem beachtlichen Umweltbeitrag ist durch die Forcierung der Biomasse auch mit sehr positiven ökonomischen Auswirkungen zu rechnen: der Schaffung von 20.000 bis 25.000 neuen Arbeitsplätzen, zusätzlichen Investitionen, sinkenden Energieausgaben und Mehreinnahmen für den Staat", erläuterte Grillitsch.

Spezielle Förderungen für erneuerbare Energieträger notwendig

Nichtsdestotrotz seien weiterhin Maßnahmen und Initiativen dringend gefragt, wie etwa die Verbesserung der wärmebezogenen Standards der Länder für Gebäude, Förderungsprogramme der Länder für Energiesparmaßnahmen im Wohnungsneubau und in der Sanierung sowie spezielle Förderungen für erneuerbare Energieträger. Weiters sprach sich der Präsident für günstige Einspeistarife und die Abnahmepflicht für Ökostrom, ein Roadpricing für LKW ab 2003 sowie für ein Energiesparprogramm für Bundesgebäude aus.

"Die Grundlagen dafür wurden durch die Biomasseförderung 2002 bereits geschaffen. Durch das Landwirtschafts- und Umweltministerium wurden Förderschienen aufeinander abgestimmt, damit die Fördereffizienz erhöht und die Sicherheit für Förderwerber weiter ausgebaut", sagte Grillitsch. Für die Förderung von Biomasse wurden im Ressortbudget mit EUR 35 Mio. so viele Mittel wie noch nie zur Verfügung gestellt.
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