GPA-Helscher zum Frauentag: Sozialabbau trifft vor allem Frauen

Wiener GPA-Frauen rufen auf zum Volksbegehren "Sozialstaat Österreich"

Wien (GPA). "Die Kaputtsparpolitik der Bundesregierung setzt den Sozialstaat immer mehr unter Druck. Insbesondere Frauen drohen in Konsequenz zunehmend ins soziale Abseits zu geraten", so die Wiener Frauenvorsitzende der Gewerkschaft der Privatangstellten (GPA), Erika Helscher, die anlässlich des heutigen Frauentages ein deutliches Zeichen gegen diese Entwicklungen fordert und aufruft, das Volksbegehren "Sozialstaat Österreich" zu unterschreiben. Gerade die aktuell veröffentlichten Arbeitsmarktdaten, die weiterhin eine alarmierende Entwicklung der Beschäftigungssituation von Frauen bestätigen, seien ein klarer Beweis für die völlige Unfähigkeit der Bundesregierung in Sachen Arbeitsmarkt-, Frauen-, sowie Familienpolitik.++++

Mit einem Plus gegenüber dem Vorjahr von 31,3 Prozent habe die Arbeitslosigkeit von Frauen in Wien einen absoluten Rekordwert erreicht, der sich insgesamt in einen katastrophalen gesamtösterreichischen Trend einfüge. Der bestehende dringende Handlungsbedarf werde seitens der Bundesregierung weiterhin ignoriert bzw. durch Kürzungen von AMS-Mitteln gänzlich konterkariert. "Der Sozialminister und mit ihm die gesamte Bundesregierung brüstet sich gleichzeitig bis zur Unerträglichkeit mit der Einführung des Kindergeldes, einer Maßnahme, die die Chancengleichheit von Frauen am Arbeitsmarkt wohl am nachhaltigsten verunmöglicht”, so Helscher.

"Es geht darum, eine Politik zu stoppen, die sich die Demontage des Sozialstaates, die Entsolidarisierung der Gesellschaft sowie die Schwächung von Interessenvertretungen ganz augenscheinlich zum Ziel gesetzt hat. Das Sozialstaatsvolksbegehren ist dafür eine wichtige Gelegenheit", so die Wiener GPA-Frauenvorsitzende abschließend.

ÖGB, 8. März 2002
Nr. 198

Der ÖGB unterstützt das Volksbegehren "Sozialstaat Österreich" vom 3. bis 10. April 2002. Machen Sie mit! Jede Stimme zählt.

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