Bures zum Frauentag: Frauen haben ein Recht auf Chancengleichheit

Wien (SK) "Gerade am Internationalen Frauentag ist es ein Anliegen der SPÖ, auch die Situation der Frauen, die aus sozialen Gründen und Gründen der Staatsangehörigkeit benachteiligt werden, zu thematisieren", betonte heute SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures anlässlich des Internationalen Frauentags am Freitag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Hier seien Frauen, die als Migrantinnen im Zuge des Familiennachzugs nach Österreich kommen besonders betroffen. "Die Rechtfertigung der Zwangsdeutschkurse hauptsächlich durch die männlichen Vertreter der Regierungsparteien als Wohltat für die Migrantinnen ist allerdings an Zynismus kaum mehr zu überbieten", so Bures.****

Diese Frauen sind schon durch die schlechten Zugangsmöglichkeiten zum Arbeitsmarkt benachteiligt. Sie erhalten die ersten fünf Jahre ihres Aufenthalts keine Arbeitserlaubnis, keine Familienbeihilfe und kein Kindergeld. "Der Zwang zum Bestehen des Deutschkurses ist ein zusätzlicher Druck, der mit der Verbesserung der Lebenschancen dieser Frauen nichts zu tun hat", kritisierte Bures.

Weiters sei der Frauentag auch ein guter Anlass, Möglichkeiten für die Frauen zu diskutieren, die sich in prekären Situationen wie Scheidung, oder Arbeitslosigkeit befinden. "Das neue Kindschaftsrecht mit der automatischen gemeinsamen Obsorge und das Streichen des Weiterbildungsgelds nach der Karenz sind Maßnahmen der blau-schwarzen Regierung, die sicher zu Lasten der Frauen gegangen sind", monierte Bures. "Und bei dem ewigen Problem der schlechten Vereinbarkeit von Beruf und Familie wurde nichts verbessert, sondern durch das Streichen der Kindergartenmilliarde die Situation verschärft", ist Bures überzeugt.

"Frauen haben ein Recht auf Chancengleichheit", betonte die Bundesgeschäftsführerin. "Es ist daher ein unterstützenswertes Anliegen der Sozialdemokratie, die Chancengleichheit in der Verfassung zu verankern und das Volksbegehren Sozialstaat zu fördern", sagte Bures abschließend. (Schluss) up

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